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Chiphersteller Infineon sieht trotz tiefroter Zahlen auch Zeichen der Erholung

Der Dax-Konzern ist in die roten Zahlen gerutscht. Dennoch ist Vorstandschef Reinhard Ploss für die weitere Entwicklung zuversichtlicher als noch im Frühjahr.
04.08.2020 - 08:38 Uhr Kommentieren
Der Chiphersteller blickt zuversichtlicher in die Zukunft. Quelle: dpa
Infineon

Der Chiphersteller blickt zuversichtlicher in die Zukunft.

(Foto: dpa)

München Deutschlands größter Halbleiterhersteller hat im vergangenen Quartal tiefrote Zahlen geschrieben: Unterm Strich sei ein Verlust von 128 Millionen Euro aufgelaufen, teilte Infineon an diesem Dienstag mit.

Der Umsatz ist zwar gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro geklettert. Das lag aber nur an der Übernahme des Konkurrenten Cypress. Das US-Unternehmen gehört seit Mitte April zu den Münchenern. Neun Milliarden Euro hat Vorstandschef Reinhard Ploss für den Wettbewerber aus Kalifornien bezahlt.

Infineon leide in vielen Bereichen wegen der Corona-Pandemie unter einer schwachen Nachfrage, sagte Ploss. Die Lage verbessere sich aber. „Mit Blick auf das letzte Quartal des Geschäftsjahres sind wir vorsichtig optimistisch“, betonte der Unternehmenslenker.

„Im besonders hart getroffenen Automobilmarkt sehen wir konkrete Anzeichen einer Erholung“, sagte Ploss weiter. Die Autosparte steht für knapp 40 Prozent vom Umsatz und ist für den Dax-Konzern daher besonders wichtig.

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    So rechnet Ploss jetzt mit einem Umsatz im laufenden Geschäftsjahr (zum 30. September) von 8,5 Milliarden Euro. Das sind rund 100 Millionen Euro mehr, als der Ingenieur noch im Frühjahr in Aussicht gestellt hatte.

    Die operative Marge werde 13 Prozent betragen – das ist ein Prozentpunkt besser als bisher prognostiziert. Zum Vergleich: Im vergangenen Geschäftsjahr waren es gut 16 Prozent.

    Infineon ist nicht der einzige Chiphersteller, der inzwischen wieder etwas optimistischer in die Zukunft blickt. „Wir erwarten bessere Verkäufe im zweiten Halbjahr“, sagte vergangene Woche Kurt Sievers, Chef des Infineon-Rivalen NXP. Einerseits liege das an firmenspezifischen Produkteinführungen, andererseits würden sich die Märkte stabilisieren.

    Infineon-Chef gibt noch keine Entwarnung

    Die Niederländer rutschten im jüngsten Quartal tief in die roten Zahlen und verbuchten einen Verlust von 214 Millionen Dollar (181 Millionen Euro). Im selben Zeitraum des Vorjahrs hatte die ehemalige Philips-Sparte noch einen Gewinn von 41 Millionen Dollar erzielt. Auch der Chef von ST Microelectronics, Jean-Marc Chery, rechnet mit einem kräftig anziehenden Geschäft bis Jahresende.

    Entwarnung gibt Infineon-Chef Ploss aber noch nicht. „Unsere Geschäftsentwicklung hängt wesentlich ab vom weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie weltweit, der Wirkung der aufgelegten Konjunkturpakete und verschiedenen geopolitischen Faktoren.“

    Entscheidend sei insbesondere der zeitliche Verlauf der globalen Infektionsraten und damit verbundene mögliche Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten. Profitieren könnte Infineon hingegen von staatlichen Unterstützungsprogrammen unter anderem für Elektroautos.

    Ploss verspricht für das laufende Quartal einen steigenden Umsatz in drei der vier Sparten des Konzerns, insbesondere im Autogeschäft. Lediglich die Industriedivision stagniere.

    Analysten hatten im Vorfeld bereits damit gerechnet, dass Infineon einen positiveren Ausblick gibt. „Die Trends auf den Endmärkten dürften sich verbessert haben“, meinte am Montag UBS-Experte David Mulholland.

    Mehr: Infineon hofft auf den Erfolg des ID.3 von VW

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