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Chipindustrie Möglicher Teilverkauf von ARM lässt Softbank-Aktie in die Höhe schnellen

Der britische Chipdesigner hat gerade Intel als Partner von Apple abgelöst. Nun überlegt Eigentümer Softbank, einen Teil der Aktien an Nvidia zu verkaufen.
03.08.2020 - 12:33 Uhr Kommentieren
ARM ist seit Kurzem der offizielle Chippartner des US-Konzerns. Quelle: Reuters
iPhones von Apple

ARM ist seit Kurzem der offizielle Chippartner des US-Konzerns.

(Foto: Reuters)

Tokio Die Nachricht über einen möglichen Verkauf von Aktien des britischen Chipdesigners ARM an den führenden Grafikchiphersteller Nvidia hat am Montag den Aktienkurs des japanischen Technikinvestors Softbank beflügelt. Bis zum Börsenschluss stieg der Kurs von Softbank um fünf Prozent auf 6932 Yen. Das ist der höchste Schlusskurs seit dem Frühjahr 2000, kurz nach dem Platzen der globalen Investitionsblase in Internetunternehmen.

Auslöser des erneuten Gipfelsturms war eine Meldung der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“, dass Softbank selbst nach einem Verkauf von Aktien an Nvidia oder einem möglichen Börsengang eine Beteiligung an ARM behalten will. Der Chipdesigner galt bisher als eine der strategischen Schlüsselinvestitionen in der Vision von Softbank-Gründer Masayoshi Son, seinen Konzern zu einem globalen Technologieriesen im Zeitalter von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Robotik aufzubauen.

Mit einer Summe von 32 Milliarden Dollar ist der ARM-Kauf im Jahr 2016 Sons bisher größte Einzelinvestition. Son rechtfertigte die Akquise damals mit dem Wachstumspotenzial des Chipdesigners. Denn der Japaner sagte voraus, dass das Unternehmen schon bald vom dominierenden Designer von Smartphone-Prozessoren zu einem Dreh- und Angelpunkt der gesamten Chipindustrie werden könnte.

Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass Son anders als bei seiner Wette auf den strauchelnden Bürovermittler WeWork richtig getippt hat. Nicht nur rechnet der neue japanische Supercomputer Fugaku, der dieses Jahr mit großem Abstand die Weltspitze eroberte, mit ARM-Chips. Im Juli gab dann auch noch der iPhone-Hersteller Apple bekannt, dass die Briten Intel als Chip-Partner ablösen.

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    Ein besseres Werbeargument für seinen Vorstoß in der Rechner- und Serverindustrie kann ARM sich kaum wünschen. Experten bewerten das Unternehmen derzeit mit rund 44 Milliarden Dollar.

    Gleichzeitig wuchs damit auch der Wert des Unternehmens für Son. Den Aufstieg von Softbank verdankt er vor allem dem frühen Einstieg beim chinesischen Onlinehändler Alibaba, der 2014 den global größten Börsengang der Welt aufs Parkett legte. Noch heute machen Alibaba-Aktien rund die Hälfte von Softbanks Buchwert aus.

    Der Börsengang seiner japanischen Mobilnetzgesellschaft Softbank Corp. spülte Softbank im Jahr 2018 nicht nur frisches Geld ein, sondern bildet mit stabilen Profiten auch einen Stabilisator für die Konzernholding, die durch die Coronakrise tief in die Verlustzone gerutscht ist. Denn der globale Börsencrash verursachte hohe Buchverluste bei Sons bisher größtem Coup, dem fast 100 Milliarden Dollar schweren Softbank Vision Fund.

    Auch für Nvidia hat die Kombination von Grafik- mit Computerchips Sinn. „Nikkei“ spekuliert sogar, dass Softbank nach dem Deal erneut eine Beteiligung an Nvidia übernimmt. Erst voriges Jahr versilberte der Vision Fund sein 3,6 Milliarden Dollar großes Aktienpaket an dem Grafikchiphersteller. Als Möglichkeit wird auch über eine Fusion von Nvidia und ARM mit Softbank als Hauptaktionär spekuliert. Doch gesichert ist bisher nichts.

    Mehr: Vom Crash zum Rekordhoch: Der Softbank-Gründer gibt sich wieder optimistisch.

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