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Chromebooks Nische mit Netzzwang

Günstige mobile Computer mit allem an Bord, was Otto Normalnutzer so braucht. Die Chromebook-Idee klingt gut - allerdings funktionieren die Notebooks mit Google-Betriebssystem praktisch nur, wenn sie im Netz sind.
22.12.2013 - 12:38 Uhr Kommentieren
  • dpa
Gewohnter Anblick: Das Betriebssystem von Chromebooks, hier auf dem Chromebook Pixel von Google, ist zwar eigentlich nur ein Browser, hat aber trotzdem einen klassischen Desktop. Quelle: dpa

Gewohnter Anblick: Das Betriebssystem von Chromebooks, hier auf dem Chromebook Pixel von Google, ist zwar eigentlich nur ein Browser, hat aber trotzdem einen klassischen Desktop.

(Foto: dpa)

Köln Ein Notebook läuft meist mit Windows, oft auch mit Mac OS und gelegentlich mit Linux. Noch weitgehend unbekannt ist dagegen das Chromebook, ein Notebook mit dem Google-Betriebssystem Chrome OS. „Das ist eine auf das allernötigste abgespeckte Form von Linux, die im Grunde nur den Browser betreibt“, erklärt Hans Stahl, Direktor am Institut für Informatik der Fachhochschule Köln.

Der gleichnamige Google-Browser bildet das Herzstück der Chromebooks. Nicht nur das Surfen im Netz, auch Textverarbeitung, Videos und sogar Spiele laufen darüber als sogenannte Apps. Dass er „nur“ im Browser arbeitet, merkt der Nutzer dabei nicht unbedingt: In der aktuellen Version bietet Chrome OS wie andere Betriebssysteme auch einen Desktop mit bunten Symbolen. Wie bei Windows oder Mac OS lassen sich offene Fenster verschieben, vergrößern und verkleinern. Und auch Multitasking mit mehreren Anwendungen funktioniert problemlos.

So finden Sie das richtige Tablet
Participants use their mobile phones to take pictures of Lenovo's new Yoga Tablet on display during a news conference in Beijing
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Lenovo Yoga

Mit diesem Tablet ist Lenovo endgültig im Tablet Markt angekommen. Auf den ersten Blick macht das Gerät einen sehr guten Eindruck.

Was es bietet: Was sich andere Hersteller als Zubehör teuer bezahlen lassen, hat Lenovo gleich integriert: Ein Standfuß, um den flachen Bildschirm aufrecht hinstellen zu können. Zum Fernsehen ist das besonders praktisch. In den Fuß haben die Entwickler den Akku eingebaut, der bis zu beeindruckenden 18 Stunden durchhält. Gleichzeitig lässt sich die Wölbung ideal als Griff benutzen, so dass das Gerät sehr gut in der Hand liegt. Das Yoga Tablet kommt in zwei Größen, mit einem 8-Zoll-Display (20 Zentimeter) oder mit 10 Zoll (25 Zentimeter). Beide Android-Modelle lösen Bilder mit 1280 × 800 Pixel auf. Zwei Kameras sind in das Tablet eingebaut, die rückwärtige allerdings ungünstig im Akkugriff. Sie löst mit fünf Megapixel auf.

Fazit: Der Preis von 230 Euro in der W-Lan- oder 280 Euro in der Variante mit Mobilfunk ist sehr attraktiv. Auch das Yoga Tablet 10 ist günstig, hier liegen die Preise bei 300 und 350 Euro.

(Foto: Reuters)
A display shows a new Apple iPad Air tablet inside the Apple Store on New York's fifth avenue, after the new iPad went on sale
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iPad Air

Dünner, leichter, schneller - Apple hat mit dem iPad Air seinem Tablet einen Feinschliff verpasst.

Was es bietet: Der 9,7-Zoll Retina Display ist in einem neuen dünneren und leichteren Design verfügbar. Das iPad Air ist 20 Prozent dünner und 28 Prozent leichter als das iPad der vierten Generation und mit einer schmaleren Einfassung sind die Kanten des iPad Air deutlich dünner. Das neue iPad verfügt über die von Apple entworfene 64-Bit A7 Chip Desktop-Architektur. Sie beschleunigt die mobile Datenübertragung. Das gerät läuft mit dem Betriebssystem iOS 7.

Fazit: Mit dem A7-Chip setzt Apple was Schnelligkeit angeht neue Maßstäbe. Entsprechend ist das Gerät vor allem für Heavy-User interessant.

(Foto: Reuters)
Singapore SITEC IT and electronics show
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iPad Mini 2

Konzern-Gründer Steve Jobs lehnte 7-Zoll-Tablets noch ab. Nun vollzieht Nachfolger Tim Cook die Kehrtwende.

Was es bietet: 389 Euro berechnet Apple für die 16-Gigabyte-Version ist das Mini. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das neue Mini mit einem Retina Display (2048x1536 Pixel) ausgestattet. der Bildschirm ist nun7,9 Zoll groß. Filme werden mit einer Full HD-Auflösung wiedergegeben. Die 475.000 Apps wurden speziell für das iPad designt. Der A7 Chip bietet 64-Bit Desktop-Architektur, moderne Grafik und eine verbesserte Bildsignalverarbeitung früherer Generationen.

Fazit: Wie schon der Vorgänger ist auch das iPad Mini 2 für Tablet-Neulinge eine gute Option. Verarbeitung und Bedienkonzept liegen auf gewohnt hohem Niveau, und auch das App-Angebot ist riesig.

(Foto: dpa)
Nokia introduces new smartphones, tablet
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Lumia 2520

Kurz bevor die Smartphone-Sparte von Nokia an Microsoft abwandert, haben die Finnen noch ein eigenes Tablet vorgestellt.

Was es bietet: Das Windows-RT-Tablet hat einen 10.1-Zoll großen Bildschirm und wird in vier verschiedenen Farben ausgeliefert. Eingebaut ist ein 2.2-GHz-Prozessor und eine Zeiss-Kamera. Per 4G, Wi-Fi und LTE können die Nutzer im Internet surfen. Nokia spielt vor allem seine Foto-Kompetenz aus. Die Apps Pro Cam und Smartcam kombiniert der Hersteller zur Nokia Cam. Außerdem hat das Tablet eine Software enthalten, die eine reihe von 5-MP-Bildern schießt und diese dann in einem Bild zusammenrechnet. Dadurch kann der Fotograf im nachhinein den Fokus verstellen und andere Bereiche im Bild isolieren.

Fazit: Das Lumia 2520 ist ideal für alle, die sowohl ein Tablet als auch einen Laptop nutzen. An das Tablet lässt sich problemlos eine Tastatur anschließen. Der einzige Nachteil: Der App-Store von Windows Phone immer noch deutlich kleiner als der von Google oder Apple. Wer also ausgefallene App-Wünsche hat, wird bei dem Lumia 2520 eventuell darauf verzichten müssen.

(Foto: dpa)
Panos Panay
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Microsoft Surface 2

Microsoft stellte die zweite Generation seiner Windows-Tablets Surface vor, die in vielen Details verbessert wurden. Seit Mitte Oktober ist das Tablet im Handel.

Was es bietet: Die neuen Surface-Tablets seien schneller, leichter und verfügten gleichzeitig über eine längere Akkulaufzeit, versprach Surface-Chef Panos Panay. Auch diese Generation gibt es in zwei Varianten: Mit einem stromsparenden, aber leistungsschwächeren Prozessor auf Basis der ARM-Technik (Surface 2) sowie einem vollwertigen PC-Prozessor (Surface Pro 2). Eine Variante mit kleinerem Bildschirm stellte Microsoft dagegen nicht vor. Die Geräte werden ab dem 22. Oktober in Deutschland verfügbar sein. Die Preise bewegen sich zwischen 429 Euro für das Surface 2 mit 32 Gigabyte Speicher bis hin zu 1279 Euro für das Surface Pro 2 mit einem Speicher von 256 Gigabyte. Zusätzlich sollen Nutzer für zwei Jahre kostenlos auf jeweils 200 Gigabyte Speicher über das Cloud-Angebot SkyDrive zugreifen können; Telefonieren über Skype soll ein Jahr kostenfrei sein.

Fazit: Die Hardware des Tablets ist ein echter Konkurrent zu Apples iPad. Allerdings ist das App-Angebot noch deutlich kleiner. Und die bestehenden Anwendungen sind längst nicht so ausgereift wie bei iOS. Ein Problem, das alle mobilen Endgeräte mit Windows 8 haben. Dafür ist das Surface 2 allerdings auch relativ teuer.

(Foto: ap)
Amazon Kindle Fire HDX
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Kindle Fire HDX

Ende September hat Amazon-Chef Jeff Bezos die neuen Kindle-Tablets vorgestellt. Ab sofort ist das Gerät auch in Deutschland erhältlich. Das HDX im Namen der neuen Tablet-Reihe steht für die sehr gute Bildauflösung.

Was es bietet: Das 8,9-Zoll-Modell hat einen Touchscreen mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten. Außerdem ist - in die größere und die 7-Zoll Variante - ein 2,2 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor eingebaut. Zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sind in beiden Modellen vorhanden. Die Tablets kommen mit zwei Lausprechern mit Dolby-Zertifizierung und haben eine 1-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite verbaut. Die 8,9 Zoll-Variante besitzt außerdem auf der Rückseite einen 8 Megapixel-Sensor mit LED-Blitz. Beide Geräte kommen mit LTE.

Fazit: Im Vergleich zum Vorgängermodell sind die Nachfolger deutlich schneller und verfügen über doppelt so viel Arbeitsspeicher. Für Medienkonsum, Surfen und E-Mails ist der auf Googles Android basierende Kindle eine gute Wahl. Allerdings blockiert das Gerät den Zugriff auf Googles App-Store. Grund dafür, ist dass das Betriebssystem Fire OS zwar auf Googles Android beruht, aber doch ganz auf das Amazon-Universum zugeschnitten ist. Wer viele unterschiedliche Apps nutzen will, sollte ein anderes Gerät wählen.

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 33290143 Samsung's new tablet, the Galaxy Note 10.1 2014 Edition, is demonstrated, Wednesday, Oct. 9, 2013 in New York. The tablet
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Samsung Galaxy Note 10.1

Das Samsung Galaxy Note gehört seit 2011 schon zu den Klassikern der Tablet-Sparte. Das auf der IFA 2013 vorgestellte Modell Note 10.1 soll für Arbeit und Freizeit gleichermaßen geeignet sein.

Was es bietet: Das Display bietet eine Bildschirmdiagonale von 10 Zoll. Neben der üblichen Touchbedienung mit den Fingern kann man auch mit dem beiliegenden S Pen arbeiten. Der kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um präzise Eingaben geht, also beispielsweise bei Notizen oder Zeichnungen. Schnelle Performance sollen ein Achtkern-Prozessor und drei Gigabyte Arbeitsspeicher gewährleisten. Als Betriebssystem kommt Googles Android zum Einsatz. Daneben hat Samsung externe Partner organisiert, die kostenlos Inhalte wie beispielsweise News zuliefern. Als Beispiele werden Bloomberg Businessweek und die New York Times genannt.

Datensicherheit soll die Technik Knox gewährleisten, die Anwendungen und Daten in einem geschützten Modus ablaufen lässt. Damit will Samsung das Galaxy auch als Mobilrechner für die Mitarbeiter von Unternehmen empfehlen. Kosten wird das Tablet etwa 700 Euro.

Fazit: Interessant ist das Tablet für Nutzer, die wert auf Tempo und eine hochwertige Verarbeitung legen. Beim Note 10.1 ist erstmals das glänzende Kunststoff-Cover durch eine Lederoptik eingetauscht worden.

(Foto: ap)

Vieles funktioniert aber nur, wenn der Google-Computer online ist. „Die Programme und Daten lagern nicht auf dem Rechner, sondern im Netz“, erklärt Stahl. Zum Arbeiten ohne Internetverbindung gibt es spezielle Offline-Apps, mit denen sich zumindest E-Mails oder Dokumente bearbeiten lassen, wenn man diese vorher auf den Rechner heruntergeladen hat.

Ansonsten bleibt Anwendern unterwegs nur, sich an Hotspots mit einem öffentlichen WLAN zu verbinden. Viele Chromebooks können sich außerdem ins Mobilnetz einwählen, das gilt aber längst nicht für jedes Modell. „In den USA gibt es Chromebooks in der Regel mit UMTS, hier aber manchmal nur mit WLAN“, sagt Florian Müssig von der Computerzeitschrift „c't“.

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    Chromebook-Nutzer machten sich außerdem von Google abhängig. „Aus dem Käfig kommt man nicht raus“, warnt Müssig. Ohne Google-Konto für Gmail, Drive und andere Dienste läuft nichts. Und alles, was der Nutzer tippt, landet auf Servern des Konzerns. „Das muss nicht schlimm sein“, sagt Stahl. „Aber es öffnet Google natürlich Tür und Tor für mögliche Analysen.“ Hinzu komme, dass neben Google vielleicht auch US-Sicherheitsbehörden Zugriff auf die Daten haben.

    Ein Gerät für Gelegenheitsnutzer
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