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Claudia Nemat im Interview Telekom-Technologie-Vorständin über KI: „Es mangelt an Spielraum und Willen“

Claudia Nemat erzählt im Interview, wie Europa bei Künstlicher Intelligenz ein Gegengewicht zu China und den USA aufbauen könnte.
02.03.2020 - 17:39 Uhr Kommentieren
„Unser Programm TechBoost gibt Start-ups mit cloudbasiertem Geschäftsmodell ein Guthaben für IT-Ressourcen.“ Quelle: Lêmrich für Handelsblatt
Claudia Nemat

„Unser Programm TechBoost gibt Start-ups mit cloudbasiertem Geschäftsmodell ein Guthaben für IT-Ressourcen.“

(Foto: Lêmrich für Handelsblatt)

Düsseldorf Derzeit sieht Telekom-Vorständin Claudia Nemat Deutschland beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) noch nicht optimal aufgestellt.

Frau Nemat, fällt Deutschland beim Thema KI weiter zurück?
Vorneweg, Deutschland hat erkannt, dass KI das Zukunftsthema schlechthin ist. Der Umgang mit Daten und Algorithmen wird nicht nur über unsere Wettbewerbsfähigkeit entscheiden, sondern auch über den Erfolg politischer Systeme am Ende des 21. Jahrhunderts. Allerdings sind wir in Deutschland keine Weltmeister darin, Daten in Massen – Stichwort Big Data – nutzbar zu machen, zu interpretieren, sinnvolle Algorithmen im großen Stil zu entwickeln, Machine Learning und KI über alle Sektoren hinweg voranzutreiben.

Wie lässt sich erreichen, dass mehr KI-Start-ups gegründet werden?
Generell mangelt es uns in Deutschland nicht an Ideen und an exzellenter Forschung. Es mangelt aber häufig an Spielraum und Willen, sie auszuprobieren und in der Praxis einzuführen. Und dann – wenn erfolgreich – zu skalieren. Für Letzteres fehlt auch Wachstumskapital, vor allem Later Stage Finanzierung. Und größere Unternehmen sollten partnerschaftlich unter die Arme greifen. Nur zwei Beispiele von uns: Unser Start-up-Inkubator hub:raum unterstützt Gründer in der Frühphase nicht nur mit Mentoring und finanziellen Mitteln, sondern zum Beispiel auch mit frühem Zugang zum 5G-Netz. Und unser Start-up-Programm TechBoost gibt Start-ups mit cloudbasiertem Geschäftsmodell ein Guthaben für IT-Ressourcen.

Warum wäre das wichtig?
Viele Strategien sehen die Verfügbarkeit von Daten und die Ausbildung von Fachkräften für KI-Forschung und -kommerzialisierung als Voraussetzung für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Ich bin überzeugt, dass wir mit einer zielgerichteten Industrie- und Forschungspolitik Entwicklung und Einsatz von KI beschleunigen und Fehlentwicklungen vermeiden können. Die Chance, ein europäisches Gegengewicht zu China und den USA aufzubauen, ist noch da. Wir sollten sie engagiert nutzen.

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