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Computerhersteller Acer sieht sich in rückläufigem PC-Markt im Aufwind

Der taiwanesische PC-Hersteller denkt um und konzentriert sich auf neue Bereiche. Während die Branche strauchelt, verzeichnet Acer ein Plus.
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Das Unternehmen verzeichnet 2019 das beste Geschäftsjahr seit acht Jahren. Quelle: Reuters
Acer

Das Unternehmen verzeichnet 2019 das beste Geschäftsjahr seit acht Jahren.

(Foto: Reuters)

Berlin, New YorkDer PC-Markt kommt weltweit nicht aus dem Tief, doch Acer sieht sich im Aufwind. Entgegen den Trend habe Acer das vergangene Geschäftsjahr mit einem Plus von 2 Prozent abgeschlossen, sagte Wilfried Thom, der bei Acer für das Geschäft in Westeuropa zuständig ist. „2018 war ein rundherum erfolgreiches Jahr und unser bestes Ergebnis seit acht Jahren.“

Laut jüngsten Zahlen von Gartner sackte das PC-Geschäft im ersten Quartal weltweit dagegen um 4,6 Prozent ein, 2018 verzeichnete die Branche ein Minus von 1,3 Prozent. Angesichts des negativen Trends konzentriert sich der taiwanesische PC-Hersteller inzwischen auf Wachstumsbereiche. Dazu zählt Thom besonders dünne Notebooks (Ultra Thin), leistungsfähige Modelle für Gamer sowie Chromebooks von Google, bei denen die Anwendungen in der Cloud verfügbar sind.

„In diesen Bereichen haben wir uns als Premium-Anbieter etabliert“, sagte Thom. Am Donnerstagabend stellte Acer in New York zudem eine neue Modell-Reihe vor, die speziell für Agenturen, Verlage und Unternehmen gedacht ist. Die „Concept D“-Reihe soll sich vor allem für professionelle Bildbearbeitung eignen. „Die Ansprüche an die Geräte haben sich verändert, die Anforderungen an die Hardware sind in vielen Bereichen deutlich gestiegen“, sagte Thom.

Weltweit rangiert Acer laut Gartner auf Platz fünf nach Lenovo, HP, Dell und Apple. In Deutschland nimmt das Unternehmen nach Berechnungen der GfK Platz drei ein, sagte Thom. Und für das laufende Jahr sieht Thom weitere Wachstumspotenziale auch in Deutschland.

„60 Prozent der Geräte im Konsumentenbereich sind älter als sieben Jahre“, sagte Thom. Im Januar seien noch rund 29 Prozent aller System in Europa mit Windows 7 ausgestattet gewesen. Ab dem 14. Januar kommenden Jahres werde Microsoft das betagte Betriebssystem nicht mehr unterstützen.

„Für die Industrie ist das wie Weihnachten“, sagte Thom. Das Support-Ende für Windows 7 werde rund 80 Millionen Systeme in Europa betreffen. „Das wird noch einmal einen vielfach größeren Push geben als damals mit Windows XP.“

  • dpa
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