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Computerspiele Streamen statt schwitzen: Die Gamescom geht ins Netz

Auf der Gamescom ist es immer rappelvoll. Um trotzdem die Reichweite der Messe zu steigern, setzt der Veranstalter nun aufs Streaming.
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Auf der Messe wird es von Jahr zu Jahr voller. Quelle: Gamescom
Besucher auf der Gamescom (Archiv)

Auf der Messe wird es von Jahr zu Jahr voller.

(Foto: Gamescom)

Düsseldorf, Köln Wenn nächste Woche die Gamescom öffnet, werden Hunderttausende Computerspielefans nach Köln pilgern – im vergangenen Jahr zählte die Koelnmesse 370.000 Besucher und auch in diesem Jahr sind schon einzelne Tage ausverkauft. Und das, obwohl auf dem Areal im Stadtteil Deutz dieses Mal etwas mehr Fläche zur Verfügung steht.

Um die Reichweite trotzdem weiter zu steigern, will das Unternehmen seine digitale Präsenz ausbauen. Unter der Marke Gamescom Now werde man als „digitale Verlängerung ins Netz“ zahlreiche Videos von Spielen und Events anbieten, kündigte Christoph Werner, Mitglied der Geschäftsleitung, am Dienstag an. Zuschauer weltweit sollen live verfolgen, welche Neuheiten auf der Messe vorgestellt werden.

Die Onlineplattform soll bereits vor Beginn der Messe den Betrieb aufnehmen. So überträgt sie die Eröffnungsshow, auf der Hersteller und Publisher vor 1500 Gästen neue Titel vorstellen – auch „Weltpremieren“, wie Felix Falk, Geschäftsführer des Verbands Game betonte. Zudem zeigt sie die Inhalte der Aussteller, zum Beispiel Trailer. Zumindest wer nicht selbst Spiele ausprobieren möchte, kann streamen statt schwitzen.

Details, etwa wie viele Zuschauer das Angebot erreichen soll und wie es sich finanziert, nannte der Koelnmesse-Manager Werner nicht. Die digitale Reichweite sei aber ein „strategisches Ziel“. Für das Unternehmen sei das Format „ein schöner Pilot in der Digitalisierungsstrategie“. Wenn es erfolgreich sei, werde es womöglich bei anderen Veranstaltungen ebenfalls eingesetzt.

Mit der Initiative reagieren die Veranstalter auch darauf, dass die Messe an ihre Grenzen stößt: Seit Jahren ist es auf der Gamescom voll, laut und heiß – an einigen Ständen müssen Besucher mehrere Stunden warten. Daher wolle man die „Aufenthaltsqualität“ verbessern, sagte Werner, etwa durch die Erweiterung der Ausstellungsfläche, breitere Gänge sowie eine „digitale Warteschlange“, mit der Besucher an einigen Ständen Termine ausmachen können.

In diesem Jahr haben sich 1150 Aussteller angekündigt, ein Plus von zehn Prozent. Rund 70 Prozent stammen aus dem Ausland. Noch größer kann die Messe wohl erst werden, wenn zusätzliche Areale zur Verfügung stehen. Das sei ab 2021 der Fall, sagte Tim Endres, Projektmanager Gamescom bei der Koelnmesse GmbH.

Die Entwicklung der Gamescom zeigt: Die Computerspielebranche boomt. Der Umsatz mit Spielesoftware wuchs 2018 in Deutschland um neun Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro. Davon profitieren deutsche Unternehmen jedoch kaum, der Anteil deutscher Produktionen sank auf 4,3 Prozent. Und die Zahl der Beschäftigten, die Spiele entwickeln und vertreiben, ging um 5,9 Prozent auf rund 11.000 zurück.

Mehr: Wie „Fortnite – Battle Royale“ Millionen von Fans begeistert und die Computerspieleindustrie verändert.

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