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Corona-Studie Deutsche Glasfaser verteidigt umstrittene Finanzierung von Heinsberg-Protokoll

20.000 Euro hat der Netzbetreiber in die PR-Arbeit um ein Forscherteam in Gangelt investiert. An der Studie und der Pressearbeit gibt es Kritik – darauf reagiert der Netzbetreiber.
26.04.2020 - 09:53 Uhr 1 Kommentar
Armin Laschet (CDU,r), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Hendrik Streeck (l), Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik in Bonn, kommen zu einer Pressekonferenz der Landesregierung zur Präsentation der Heinsberg-Studie. Quelle: dpa
Präsentation der Heinsberg-Studie

Armin Laschet (CDU,r), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Hendrik Streeck (l), Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik in Bonn, kommen zu einer Pressekonferenz der Landesregierung zur Präsentation der Heinsberg-Studie.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Nach heftiger Kritik an der kontrovers diskutierten Öffentlichkeitsarbeit für eine Studie einer Forschungsgruppe zum Ausbruch des Coronavirus im Landkreis Heinsberg meldet sich nun die Deutsche Glasfaser zu Wort. Der Netzbetreiber hatte sich finanziell an dem Projekt beteiligt.

„Die Arbeit des Heinsberg-Protokolls unterstützen wir mit 20.000 Euro“, sagte ein Firmensprecher dem Handelsblatt. Die Kommunikationskampagne rund um die Präsentation der Untersuchungsergebnisse war von Wissenschaftlern und PR-Experten kritisiert worden. Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hatte eine Prüfung der PR-Arbeit rund um die Studie in Heinsberg eingeleitet, weil es Zweifel an der Transparenz unter anderem bei den Geldgebern gab.

Die Deutsche Glasfaser verteidigte die Finanzierung der PR-Arbeit. „Der Kreis Heinsberg gehört zu den ersten und erfolgreichsten Ausbauregionen von Deutsche Glasfaser“, sagte der Firmensprecher. Heinsberg sei ein wichtiger Bürostandort für das Unternehmen.

Nachdem die ersten Coronafälle bekannt geworden seien, habe das Unternehmen ein kurzfristig eingerichtetes Zentrum für Coronatests mit Glasfaserleitungen angeschlossen. „Als die Anfrage kam, die Kommunikation, sprich das Heinsberg-Protokoll zu unterstützen, hat die Geschäftsführung daher ebenfalls nicht lange gezögert“, sagte der Sprecher.

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    Der Kontakt mit dem Forscherteam sei über die PR-Agentur Storymachine zustande gekommen, sagte der Firmensprecher. Die Deutsche Glasfaser habe nicht die Studie, sondern die Kommunikation rund um die Studie mitfinanziert.

    Sieben Milliarden Euro für Netzausbau

    Storymachine hatte berichtet, dass die Studie mit insgesamt 30.000 Euro von Unternehmen unterstützt worden sei. Neben der Deutschen Glasfaser hatte demnach die Gries Deco Company, Muttergesellschaft der Deko-Handelskette Depot, Geld für die PR-Arbeit ausgegeben.

    Die Deutsche Glasfaser ist ein Netzbetreiber mit Hauptsitz in Borken. Die Firma ist auf das Verlegen von Glasfaserleitungen spezialisiert. Rund fünf Jahre lang stand der Finanzinvestor KKR mehrheitlich hinter dem Unternehmen. Im Februar gab KKR bekannt, die Firma an die Investoren EQT und Omers zu verkaufen. EQT hatte schon im vergangenen Jahr den Betreiber von Glasfasernetzen, Inexio, geschluckt. Jetzt will der Investor beide Firmen zu einer Gruppe verschmelzen.

    Insgesamt sollen in den nächsten Jahren mehr als sieben Milliarden Euro in den Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Internetinfrastruktur investiert werden. Die Firma Deutsche Glasfaser war im Jahr 2011 gegründet worden.

    Mehr: Virologe Hendrik Streeck nimmt zur Heinsberg-Studie und der Kritik daran Stellung.

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    1 Kommentar zu "Corona-Studie: Deutsche Glasfaser verteidigt umstrittene Finanzierung von Heinsberg-Protokoll"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Für so eine Studie hat sich eben Bill Gates nicht interessiert...

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