Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Coronahilfen Konjunkturpaket soll Mitarbeiterbeteiligungen bei Start-ups erleichtern

Die Große Koalition will die Beteiligung von Mitarbeitern neu regeln. Das ist schon länger eine der Kernforderungen des Start-up-Verbands gewesen.
04.06.2020 - 14:45 Uhr Kommentieren
Für Start-ups soll eine attraktive Möglichkeit der Mitarbeiterbeteiligung geschaffen werden. Quelle: Imago
Start-up-Förderung

Für Start-ups soll eine attraktive Möglichkeit der Mitarbeiterbeteiligung geschaffen werden.

(Foto: Imago)

Hamburg Als sich der Start-up-Verband vor einem guten halben Jahr neu formiert hatte, nannte der neue Präsident Christian Miele einen Lobby-Schwerpunkt: die Neuregelung der Mitarbeiterbeteiligung. Deutsche Start-ups seien im europäischen Wettbewerb um Talente benachteiligt, weil sie aus steuerlichen Gründen die Mitarbeiter kaum an künftigen Steigerungen des Unternehmenswerts beteiligen könnten, beklagte Miele.

Nun hat er überraschend schnell einen Erfolg erzielt: Im am Mittwochabend verabschiedeten Konjunkturprogramm versprechen die Koalitionäre, das Problem der Mitarbeiterbeteiligung anzugehen. „Dabei werden wir auch auf die besondere Situation von Start-up-Unternehmen eingehen und eine für diese attraktive Möglichkeit der Mitarbeiterbeteiligung schaffen“, heißt es auf der dritten Seite des Papiers. Das soll etwa 100 Millionen Euro Kosten verursachen – wohl durch Steuerausfälle.

Das Problem bislang ist, dass Mitarbeiter Optionsprogramme bislang häufig bereits versteuern müssen, bevor Geld geflossen ist. Daher können sie daran praktisch nicht teilnehmen. Für Start-ups sind solche Programme aber deshalb besonders wichtig, weil sie dann gute Mitarbeiter trotz vergleichsweise niedriger Anfangsgehälter mit der Aussicht auf kommende Gewinne locken können.

Start-up-Lobbyist Miele begrüßte den Schritt, mahnte aber in einer Stellungnahme an, tatsächlich die Bedürfnisse von Gründern zu berücksichtigen. „Eine bereits im November 2019 vom Koalitionsausschuss angekündigte bloße Erhöhung des Freibetrags bei Mitarbeiterbeteiligungen würde an den Bedürfnissen der Start-ups vorbeigehen“, erklärte der Berliner Partner des Frühphaseninvestors Eventures. Sein Verband wolle sich mit konkreten Vorschlägen in den Prozess einbringen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Finanzstaatssekretär Jörg Kukies, der bereits die Corona-Hilfsprogramme für die Start-up-Szene mit vorangetrieben hatte, erklärte auf Twitter, zu dem Punkt gebe es bereits „vielfache Nachfrage“. Auch an anderen Stellen können innovative Gründer von dem Paket profitieren.

    So will die Bundesregierung die Investitionen in Künstliche Intelligenz bis 2025 um zwei Milliarden Euro auf insgesamt fünf Milliarden Euro aufstocken. Gescheiterte Start-up-Gründer könnten auch von der Verkürzung des Entschuldungsverfahren natürlicher Personen auf drei Jahre nach einer Insolvenz profitieren.

    Mehr: Warum manche Start-ups besser durch die Krise kommen

    Startseite
    Mehr zu: Coronahilfen - Konjunkturpaket soll Mitarbeiterbeteiligungen bei Start-ups erleichtern
    0 Kommentare zu "Coronahilfen: Konjunkturpaket soll Mitarbeiterbeteiligungen bei Start-ups erleichtern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%