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Cyber-Angriffe IT-Sicherheitsgruppe warnt Finanzbranche

Die US-Sicherheitsgruppe FS-Isac hat ihre Warnstufe für Cyber-Angriffe erhöht. Auch deutsche Behörden raten von der Nutzung des Browsers Internet Explorer ab. Microsoft will bald ein entsprechendes Update herausgeben.
20.09.2012 - 15:47 Uhr Kommentieren
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt Internet-Nutzer vor einer gefährlichen Schwachstelle in Microsofts Browser Internet Explorer und empfehlen, vorerst auf eine andere Software zum Navigieren im Internet umzusteigen. Quelle: dpa

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt Internet-Nutzer vor einer gefährlichen Schwachstelle in Microsofts Browser Internet Explorer und empfehlen, vorerst auf eine andere Software zum Navigieren im Internet umzusteigen.

(Foto: dpa)

New York Ein Sicherheitsdienstleister der US-Finanzbranche hat seine Mitglieder eindringlich vor Cyber-Angriffen gewarnt. Die Gruppe FS-Isac erhöhte am Mittwoch ihre Warnstufe und schätzt die Gefahr für Angriffe auf Netzwerke und Internetseiten ihrer Mitglieder nun als "hoch" ein. Als Grund für diese Maßnahme verwiesen die Experten auf "jüngste glaubwürdige Geheimdienstinformationen bezüglich der Gefahr von Cyber-Angriffen". Die Gruppe selbst konnte für weitere Ausführungen nicht erreicht werden. Auch vom US-Heimatschutzministerium lag keine Stellungnahme vor.

FS-Isac wies in der Warnung auch auf Sicherheitsgefahren durch den Web-Browser Internet Explorer von Microsoft hin, die diese Woche bekannt wurden. Der Softwareriese will bald ein Update herausgeben, um die Lücke zu beheben. Deutsche Behörden haben vor der Nutzung des Browsers bis dahin gewarnt.

Die in Reston im US-Bundesstaat Virginia ansässige Gruppe kümmert sich um Sicherheitsbelange ihrer Mitglieder und gehört den Firmen. Zu denen zählen rund ein Dutzend US-Banken wie die Bank of America und JPMorgan Chase sowie Versicherer, darunter American International Group.

Der Warnung vorausgegangen waren bislang ungeklärte Probleme mit der Erreichbarkeit der Internetseiten der Bank of America sowie von JPMorgan Chase. Zuvor wiederum war im Internet eine Drohung aufgetaucht, die sich gegen genau diese beiden Banken richtete: Ein Cyber-Angriff auf die Institute sei ein erster Schritt in einer Kampagne gegen US-Unternehmen, hieß es darin. Sie würden so lange weitergehen, bis der Mohammed-Film, der weltweit zu Protesten geführt hatte, aus dem Internet gelöscht sei. Wer die Warnung gepostet hat, ist unklar. Auch ein Zusammenhang mit den dann auftretenden Problemen bei den beiden genannten Banken war nicht gesichert.

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    Ein Sicherheitsexperte außerhalb der FS-Isac, der mit den Vorgängen vertraut war, sagte, die Angriffe auf die Banken seien "massiv" gewesen. Ein Sprecher der Bank von America sagte, am Mittwoch habe es keine Probleme mehr mit der Internetseite geben. Die Störungen ereigneten sich am Dienstag. Die Seite von JPMorgan Chase war im Laufe des Mittwochs zweitweise für einige Kunden nicht erreichbar gewesen.

    • rtr
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