Cyberangriff Bundestagsserver möglicherweise gehackt

Die Hacker von Anonymous wollen in Server des Bundestages eingedrungen sein. Den Beweis sollten vertrauliche Dokumente aus dem Kundus-Untersuchungsausschuss liefern. Doch diese waren bereits zuvor öffentlich zugänglich.
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Wurde der Bundestag Ziel der Hackergruppe Anonymous? Quelle: dpa

Wurde der Bundestag Ziel der Hackergruppe Anonymous?

(Foto: dpa)

BerlinWirbel um einen angeblichen Hackerangriff auf als geheim eingestufte Bundestagsunterlagen: Die Hackergruppe Anonymous ist nach eigenen Angaben in Server des Bundestages eingedrungen und hat als vertraulich eingestufte Unterlagen aus dem Kundus-Untersuchungsausschuss ins Internet gestellt. Die Unterlagen waren aber bereits alle öffentlich über den Abschlussbericht im Internet zugänglich. Darauf wies die Pressestelle des Bundestags am Mittwoch hin.

„Die Liste der Dokumente ist im Dokumentenverzeichnis ab Seite 460 aufgeführt“, teilte der Bundestag mit. In der Tat gelangt man von dort auf angeblich gehackte Dokumente - etwa den Bericht der unabhängigen afghanischen Menschenrechtskommission „Afghanistan Independent Human Rights Commission“ mit einer Namensliste von 102 Todesopfer des Luftangriffs. „Unter den Dokumenten befinden sich auch solche, die ursprünglich als „geheim“ oder „vertraulich“ eingestuft waren“, erläuterte der Bundestag.

Der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour, der Mitglied des Gremiums war, sagte: „Weil das Verteidigungsministerium Dinge, die nicht als geheim eingestuft werden müssten, reflexhaft einstuft, braucht es sich nicht um die Aufregung wundern.“ Unklar blieb, ob die Aktivisten tatsächlich bei einem Hackerangriff auf die Dokumente gestoßen sind und nicht gemerkt hatten, dass sie bereits öffentlich zugänglich waren.

Der Kundus-Ausschuss hatte einen von der Bundeswehr initiierten Luftangriff in Afghanistan untersucht, bei dem mehr als 140 Menschen starben, darunter viele Zivilisten.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Cyberangriff: Anonymous will Bundestagsserver gehackt haben"

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  • Die Überschrift ist Unsinn: Anonymous will gar nichts, anonymous kann auch nichts getan haben. Das ist keine Organisation, sondern irgendein Hacker (oder eine Gruppe von Hackern), der (oder die) keinen persönlichen Ruhm anstrebt, sondern lieber im Namen der anonymen Masse agiert.

  • kann ich bestätigen braucht jemand Screenshots

  • Mehr davon! Es muss endlich "Waffen"gleichheit hergestellt werden. Man will ja schliesslich wissen worein man sein gutes, hart erarbeitetes Geld via Steuern und Abgaben investiert....freiwillig würde das vermutlich kaum einer tun....

  • :-) Wie recht sie eigentlich haben....aber das ist dann illegal....Fragt sich was interessanter ist die Bürger auszuspionieren oder die Politiker, ich denke eher Letzteres ;-)

  • sorry Handelsblatt, das ist doch kein Angriff

    wenn uns die Politiker ausspionieren, haben wir auch das Recht, die Politiker abzuhören.

    Offiziell dienen die MdB ja dem Volk
    Wir sind das Volk

    Wir dürfen doch wohl noch wissen, was unsere Diener machen!!!

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