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Cyberangriff Twitter-Hacker konnten teilweise auf private Daten zugreifen

Bei einem Hackerangriff auf Twitter hatten die Angreifer Bitcoin-Überweisungen beworben. Prominente sind offenbar nicht vom Datendiebstahl betroffen.
18.07.2020 - 10:25 Uhr Kommentieren
Mindestens acht Accounts sind Opfer vom Diebstahl persönlicher Daten geworden. Quelle: Bloomberg
Twitter-Zentrale in San Francisco

Mindestens acht Accounts sind Opfer vom Diebstahl persönlicher Daten geworden.

(Foto: Bloomberg)

San Francisco Bei der Hacker-Attacke auf Twitter haben sich die Angreifer zum Teil auch Zugang zu privaten Informationen der betroffenen Accounts verschafft. Bei bis zu acht Profilen hätten sie die kompletten Daten herunterladen, teilte der Kurznachrichtendienst am Samstag mit. Dabei habe es sich allerdings nicht um verifizierte Accounts gehandelt. Damit dürfte keiner der Prominenten wie Ex-Präsident Barack Obama oder Tesla-Chef Elon Musk davon betroffen sein.

Bei dem beispiellosen Twitter-Hack wurde am Mittwoch über die gekaperten Accounts ein Bitcoin-Betrug beworben: Nutzer wurden aufgerufen, Kryptowährung einzuschicken, mit dem Versprechen, den Betrag doppelt zurückzuzahlen. Twitter erklärte, einige Mitarbeiter seien „manipuliert“ worden und die Angreifer hätten sich mit ihren Login-Daten Zugriff auf interne Systeme der Firma verschaffen können.

Insgesamt seien 130 Accounts ins Visier der Hacker gekommen, bei 45 sei es ihnen gelungen, das Passwort zurückzusetzen, sich einzuloggen und Tweets zu versenden. Die Angreifer hätten persönliche Informationen wie E-Mail-Adressen und Telefonnummern einsehen können, möglicherweise auch andere Informationen. Dazu liefen die Untersuchungen weiter, hieß es in einem Blogeintrag von Twitter.

Die erfolgreiche Hacker-Attacke war besonders alarmierend, weil es den Angreifern gelang, in interne Systeme des Dienstes einzubrechen und dabei Nachrichten von den als vertrauenswürdig geltenden verifizierten Profilen abzusetzen.

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    Mehr: Das soziale Netzwerk bekommt die Sicherheitsprobleme nicht in den Griff. Nicht nur hier wäre ein Blick über die Branche hinaus ratsam, meint Handelsblatt-Redakteurin Ina Karabasz.

    • dpa
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