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Cyberangriffe Russische Hacker sollen Impfstoff-Forscher ausspioniert haben

Britische Behörden werfen Moskau vor, Cyber-Spionage bei Forschungseinrichtungen zu betreiben. Hacker sollen es auf Impfstoff-Daten abgesehen haben.
16.07.2020 Update: 17.07.2020 - 15:58 Uhr Kommentieren
Eine russische Hacker-Gruppe soll versucht haben, seit Beginn der Coronavirus-Pandemie unter anderem von Organisationen in der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen Daten zu stehlen. Quelle: dpa
Cyberangriffe

Eine russische Hacker-Gruppe soll versucht haben, seit Beginn der Coronavirus-Pandemie unter anderem von Organisationen in der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen Daten zu stehlen.

(Foto: dpa)

London, Düsseldorf Weltweit wird an einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. Wer zuerst ein Mittel hat, können einen großen Vorteil haben - beim Schutz der eigenen Bevölkerung und bei einer Rückkehr zur Normalität. In diesem Wettkampf setze Russland auf gezielte Hackerattacken auf Forschungseinrichtungen, berichtet das britische Zentrum für Cyber-Sicherheit NCSC (National Cyber Security Centre)

Demnach versucht eine Hacker-Gruppe, die unter dem Namen „APT29“ oder auch „Cozy Bear“ und „the Dukes“ bekannt ist, seit Beginn der Coronavirus-Pandemie unter anderem von Organisationen in der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen „wertvolle Daten“ zu stehlen, berichtete die Behörde am Donnerstag. Die Gruppe operiere „beinahe sicher“ als Teil von russischen Geheimdiensten, hieß es in einer NCSC-Mitteilung. Diese Einschätzung werde auch von Behörden in den USA und Kanada geteilt.

APT29 ist seit Jahren in Cyber-Sicherheitskreisen berühmt und berüchtigt. Artturi Lehtiö von der Cybersicherheitsfirma F-Secure sagte: „ATP29 hat sich traditionell eher auf Informationen für die Sicherheitspolitik konzentriert, weniger auf den Diebstahl geistigen Eigentums.“ Aber der Ausbruch des Coronavirus könnte eine so große Gefahr für die nationale Sicherheit Russlands sein, dass die Gruppe jetzt auch für dieses Thema eingespannt werde.

Hingegen argumentierte Adam Meyers von der Sicherheitsfirma CrowdStrike, dass es nicht erwiesen sei, dass es die Hacker wirklich auf einen Impfstoff abgesehen hatten. Hackerattacken sind generell schwer einem oder mehren Tätern zuzuordnen. Oft bleibt der Ursprung einer Attacke unklar.

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    Der britische Außenminister Dominic Raab verurteilte die angeblichen Cyber-Attacken. „Es ist vollkommen inakzeptabel, dass russische Geheimdienste diejenigen angreifen, die daran arbeiten, die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen“, sagte Raab einer Mitteilung zufolge. Er rief Moskau auf, die Spionageaktivitäten zu beenden.

    Mehr: Was russische Hacker so erfolgreich und gefürchtet macht

    • seu
    • dpa
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