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Cyberkriminalität Hacker erbeuten hochvertrauliche IWF-Daten

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist Opfer einer ausgeklügelten Cyberattacke geworden. Offenbar hatte es eine Regierung auf ein Computersystem mit sensiblen Finanzdaten abgesehen.
4 Kommentare
Im Washingtoner Hauptquartier des IWF herrscht Verunsicherung - Hacker konnten äußerst sensible Daten stehlen. Quelle: dapd

Im Washingtoner Hauptquartier des IWF herrscht Verunsicherung - Hacker konnten äußerst sensible Daten stehlen.

(Foto: dapd)

Washington Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist Ziel eines Hacker-Angriffs geworden. Der Fonds habe Ermittlungen eingeleitet, wie es zu der Cyber-Attacke kommen konnte, erklärte ein IWF-Sprecher am Samstag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Arbeit der Organisation sei durch den Hacker-Angriff aber nicht beeinträchtigt. Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet, der IWF sei Opfer einer „ausgeklügelten“ Cyberattacke geworden. Demnach erfolgte der Angriff auf das Computersystem, in dem hochvertrauliche Daten über die Finanzsituation verschiedener Länder gespeichert sind, in den vergangenen Monaten. Die Mitarbeiter und der Verwaltungsrat der Einrichtung seien aber erst am vergangenen Mittwoch darüber informiert worden. Über das Ausmaß des Schadens machte der IWF-Sprecher keine Angaben. Ein Sprecher der Weltbank sagte, man habe alle Netzwerk-Verbindungen zur Schwester-Organisation gekappt. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Experten sehen Staat als Urheber

Nach einem Bericht von „Bloomberg News“ hätten die Hacker im Auftrag einer bestimmten Regierung gehandelt, wobei E-Mails und weitere Dokumente verloren gegangen seien. Um welche Regierung es sich handle, sei noch unklar.

Nach Angaben des Internet-Sicherheitsexperten Tom Kellermann, der auch für den IWF und die Weltbank gearbeitet hat, war die Software des Hackerangriffs genau auf den Fonds zugeschnitten. Es sollte heimlich eine Software installiert werden, um einem bestimmten Staat Zugang zu geheimen Informationen des IWF zu verschaffen. Jeff Moss, nach eigenen Angaben selbst Computer-Hacker und Berater des US-Heimatschutzministeriums, sieht ebenfalls ein Land als Urheber der Attacke. Denkbar sei auch, dass damit der IWF bloßgestellt und sein Einfluss damit beschnitten werden sollte, sagte Moss. Der Angriff könnte Nachahmer auf den Plan rufen, sollten die Hacker nicht gefasst werden.

Zusammenhang zum Einbruch bei RSA Security vermutet
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4 Kommentare zu "Cyberkriminalität: Hacker erbeuten hochvertrauliche IWF-Daten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • welch ein Geheimnis um das Land das den Hackerangriff gestartet hat.
    Welches könnte es denn China sein? Warum nennt man es nicht beim Namen?
    Letztlich ist es ein Armutszeugnis, dass solche Institute nicht durch massive Firewalls abgeschirmt sind, wo sofort ein Alarm ausgelöst wird, wenn sich ein Hacker dort zu schaffen macht.

    Vermuten wir mal? Konnte es China sein?

  • http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/2729-wehe-dem-der-sich-mit-dem-waehrungssystem-anlegt.html

  • Die derzeitigen Angriffe auf den IWF, zu denen wohl auch das auffällig harte Vorgehen gegen Strauß-Kahn gehört, lassen schon einen Verdacht aufkommen...

  • Wer`s glaubt......

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