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Cyberkriminalität Weltweiter Angriff auf Mobilfunker: Deutsche Netze nicht betroffen

Hacker sollen in mehr als 30 Ländern in Telekommunikationsnetze eingedrungen sein. Die deutschen Mobilfunker geben allerdings Entwarnung.
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Hacker sind einer US-israelischen Sicherheitsfirma zufolge in mehr als 30 Ländern in die Systeme von Telekommunikationsunternehmen eingedrungen. Quelle: dpa
Mobilfunkmast

Hacker sind einer US-israelischen Sicherheitsfirma zufolge in mehr als 30 Ländern in die Systeme von Telekommunikationsunternehmen eingedrungen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Cyberkriminellen soll es laut einem Bericht einer US-israelischen Sicherheitsfirma gelungen sein, in mehr als 30 Ländern in die Netze von Telekommunikationsfirmen einzudringen. Die betreffenden Firmen seien informiert worden, teilte das Unternehmen Cybereason mit. Namen nannte die Firma nicht.

Eine Anfrage bei den drei deutschen Netzbetreibern – Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica – ergab, dass sie nicht davon ausgehen, betroffen gewesen zu sein. Ein Sprecher der Deutschen Telekom sagte: „Wir haben bisher keine Hinweise auf die von Cybereason genannten Cyberattacken.“ Es habe keinen Kontakt zu dem Sicherheitsunternehmen gegeben.

Ähnlich äußerte sich auch eine Sprecherin von Telefónica: „Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass Telefónica Deutschland von diesem Cyberangriff betroffen sein könnte.“ Eine Vodafone-Sprecherin sagte, dass ihr Unternehmen nicht von Cybereason kontaktiert worden war. „Sicherheit hat für uns oberste Priorität.“

Cyberattacken auf Netzbetreiber sind nichts Neues. Telekom-Chef Timotheus Höttges hatte Anfang des Jahres von einem starken Anstieg der von seinem Unternehmen registrierten Angriffe gewarnt. Alleine im April 2019 seien täglich rund 46 Millionen Attacken registriert worden.

Die Telekom stellt gezielt Lockfallen auf, sogenannte Honey-Pots, um das Vorgehen und die Strategien der Hacker zu studieren, ohne das eigene Netzwerk in Gefahr zu bringen.

Das brisante an der Darstellung von Cybereason ist die große Zahl angeblich erfolgreicher Attacken. Die Analysten der Firma schlüsselten das Vorgehen der Hacker auf. Sie resümierten, die Strategie der Angreifer lasse auf einen staatlichen Akteur schließen.

So hätten die Hacker kein Interesse an Finanzinformationen wie etwa Bank- oder Kreditkartendaten gehabt, dafür aber an Details über Einzelpersonen in der Regierung, Politik oder bei Strafverfolgungsbehörden. Cybereason vermutete, dass staatliche Hacker aus China hinter dem Angriff steckten. Die Firma räumte jedoch ein, dass keine absolut verlässlichen Belege für diese Vermutung vorliegen.

Mehr: Der Staat soll bei Cyberattacken zurückschlagen können. Viele Experten halten das jedoch für sinnlos und gefährlich.

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