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Daniel Schmid im Interview SAP-Nachhaltigkeitschef: „Einige Konzerne legen nichts offen“

Daniel Schmid ist Nachhaltigkeitschef beim Walldorfer Softwarekonzern SAP. Der Experte sieht die Tech-Industrie beim Klimaschutz in der Pflicht.
13.01.2020 - 19:31 Uhr Kommentieren
Der SAP-Nachhaltigkeitschef beobachtet ein generelles Umdenken in der Wirtschaft. Quelle: SAP
Daniel Schmid

Der SAP-Nachhaltigkeitschef beobachtet ein generelles Umdenken in der Wirtschaft.

(Foto: SAP)

Düsseldorf Der Weltkonzern aus Walldorf betreibt seine Gebäude und Rechenzentren bereits seit fünf Jahren mit grünem Strom. SAP-Nachhaltigkeitschef Daniel Schmid beobachtet aber auch ein generelles Umdenken in der Wirtschaft.

Herr Schmid, haben die Tech-Konzerne wirklich ihr grünes Gewissen entdeckt? Oder ist doch alles mehr Schein als Sein?
Die Wirtschaft ist beim Thema Klimaschutz heute deutlich weiter als noch vor ein paar Jahren. Es geht weg von der Debatte „Profit oder Nachhaltigkeit?“. Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz müssen Hand in Hand gehen, und das funktioniert auch. Business- und Umweltstrategie können und müssen zusammengedacht werden.

Was kann man denn gegen den Stromhunger der Rechenzentren machen?
Der Energieverbrauch von Rechenzentren hängt eng mit der Auslastung der Server und Rechner zusammen. Aber natürlich auch mit einem effizienten Betriebsmanagement und technischen Innovationen, zum Beispiel in der Gebäudetechnik.

Grüner Strom ist also nicht das Einzige, was ein Tech-Unternehmen tun kann, um seine CO2-Bilanz zu verbessern?
Nein, auch die Energieeffizienz von Rechenzentren lässt sich durch verschiedene Maßnahmen verbessern. Beispielsweise reduzieren virtualisierte Server und ein effizientes Kühlluftmanagement den Energieverbrauch. Eine wichtige Kennzahl ist der sogenannte PUE-Wert (Power Usage Effectiveness). Er zeigt auf, wie viel Energie für das Gebäudemanagement im Vergleich zur Energie erforderlich ist, die der reine Rechnerbetrieb braucht. Die Verbesserung dieses Werts und Energieeffizienzmaßnahmen können dazu beitragen, die Energiebilanz weiter zu verbessern.

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    Amazon, Google, Microsoft und Co. gehen immer mehr Grünstromdeals ein, um ihre Bilanz zu verbessern. Woher bezieht SAP seine Energie?
    SAP nimmt seine ökologische Verantwortung sehr ernst und möchte bis 2025 im Betrieb klimaneutral wirtschaften. Dieses ehrgeizige Ziel lässt sich nur erreichen, wenn SAP die eigene Energieleistung kontinuierlich verbessert. Einen kleinen Anteil des genutzten Stroms produziert SAP bereits selbst durch eigene Solaranlagen an SAP-Standorten wie Palo Alto, Bangalore oder Markdorf. Durch Investitionen in hochwertige Zertifikate für erneuerbare Energien schaffen wir es bereits heute, alle Datenzentren und Gebäude mit 100 Prozent Grünstrom zu betreiben. Dadurch können SAP-Kunden mit der Nutzung unserer grünen Cloud ihren eigenen Energiefußabdruck reduzieren.

    Sollten die großen Tech-Konzerne noch mehr tun? Oder sehen Sie auch die Verbraucher in der Pflicht?
    Es gibt immer noch einige Konzerne, die noch nicht einmal ihren CO2-Ausstoß offenlegen, geschweige denn sich eigene Klimaziele gesetzt haben. Deswegen begrüßen wir alle Umweltmaßnahmen und Aktivitäten der Konzerne und ermutigen alle, sich ambitionierte Umweltziele zu setzen und diese umzusetzen. Das gilt natürlich ebenso für Verbraucher, die auch einen wichtigen Anteil an der Verbesserung der globalen Umweltherausforderungen mittragen.

    Mehr: Die Co-Chefs Christian Klein und Jennifer Morgan stellen den Vertrieb des Softwarekonzerns neu auf: Einige SAP-Tochterfirmen werden eng eingebunden.

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