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Datenklau Sony-Hacker schlagen wieder zu

Die Hacker-Gruppe, die vergangene Woche zu einem größeren Einbruch bei Sony bekannte, hat erneut zugeschlagen. Die Opfer sind eine Porno-Website und die Seite eines Spieleherstellers.
  • Christian Klaß
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Logo der Gruppe Lulzsec - eine Art Spaßguerilla unter den Hacker-Gruppen. Quelle: Screenshot

Logo der Gruppe Lulzsec - eine Art Spaßguerilla unter den Hacker-Gruppen.

(Foto: Screenshot)

Berlin Die Hacker-Gruppe Lulzsec hat eine Sex-Webseite gehackt und die E-Mail-Adressen und Passwörter der Nutzer veröffentlicht. Die Hackergruppe hat dazu aufgerufen, die betroffenen Nutzer auf Facebook bloßzustellen, was aber vereitelt wurde.

Außerdem hat das Lulzsec-Team andere dazu aufgerufen, die veröffentlichten Accountdaten auf Facebook auszuprobieren, die Nutzer gegenüber Familie und Freunden bloßzustellen und über die Ergebnisse auf Twitter zu berichten. Viele Internetnutzer verwenden unvernünftigerweise dieselbe Kombination aus E-Mail und Passwort über mehrere Webdienste hinweg.

Facebook hat deshalb schon reagiert und bei den betroffenen Mailadressen die Passwörter zurückgesetzt. Sicherheitsexperten raten dazu, immer unterschiedliche und vor allem sichere Passwörter einzusetzen. Laut Sophos ist es sonst nur eine Frage der Zeit, bis Dritte die kompromittierten Accountdaten auch bei anderen Diensten ausprobieren.

Es dürfte auch nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Pornowebseiten angegriffen werden. Lulzsec hat nämlich auch E-Mail-Adressen und Passwörter der Administratoren von 55 weiteren Diensten veröffentlicht, die ebenfalls Accounts bei Pron haben.

Auch Spielerhersteller angegriffen

Unterdessen hat es auch der Computerspielehersteller Bethesda Softworks erwischt. Die Entwickler von Fallout 3, Brink und dem kommenden The Elder Scrolls 5: Skyrim empfehlen ihren Nutzern, sofort ihre Passwörter zu verändern.

Auch zu diesem Einbruch bekannte sich Lulzsec. Die Gruppe behauptet behauptete, schon vor Monaten bei Bethasada eingebrochen zu sein. Die Hacker kündigten an, keine der nach eigenen Angaben 200.000 Nutzerdaten veröffentlichen zu wollen, da sie das Computersiel „Call of Cthulhu“ schätzten.

Wie Bethesda Softworks im eigenen Blog mitteilt, waren keine Kreditkartendaten oder sonstigen finanziellen Daten in Gefahr. Wie viele Nutzer genau getroffen wurden, wurde allerdings nicht angegeben.

Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt Bethesda Softworks seinen Nutzern sofort, ihre Passwörter zu wechseln - die für die Communityforen und die Statistikseite für Brink-Spieler miteingeschlossen. Das Unternehmen entschuldigt sich für die Angriffe, will sie auswerten lassen und herausfinden, welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen sinnvoll sind.

"Wenn Ihre Daten wie Nutzername/E-Mail-Adresse/Passwort denen gleichen, die sie auf anderen Sites benutzen, empfehlen wir auch dort das Passwort zu ändern", heißt es im Bethesda-Blog. Zudem sollten die Nutzer aufmerksam gegenüber verdächtigen E-Mails und Accountaktivitäten sein.

Neben Bethesda Softworks wurden in den letzten Tagen auch Codemasters, Epic Games und Nintendo gehackt. Am heftigsten hat es im April 2011 Sony Computer Entertainment und dessen Playstation Network (PSN) getroffen.

Hacken für "Lulz"

Das "Lulz" aus dem Namen der Gruppe ist im Jargon der Bilderchatseite 4chan eine Verballhornung der Internet-Abkürzung "LOL" ("Laughing out Loud"). Ein bekanntes Motto der Nutzer des Chats lautet "All for the Lulz" - also etwa "alles für den Spaß". Erst kurz vor dem Einbruch bei Sony veröffentlichte Die Hackergruppe eine falsche Nachricht auf der Website der amerikanischen öffentlich-rechtlichen Sendergruppe PBS: Der 1996 ermordete Rapper Tupac Shakur sei noch in Neuseeland am Leben, vermeldete das renommierte Sendernetzwerk unfreiwillig.

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