Datenschutz Schwachstelle bei Apple und Android

Eine neue Sicherheitslücke sorgt für Aufruhr bei Datenschützern. Grund für das Datenleck: US-Firmen war es bis Ende der 90er Jahre verboten, effiziente Verschlüsselungstechnologie ins Ausland zu verkaufen.
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Innerhalb weniger Stunden können veraltete Verschlüsselungen mit Hilfe heutiger Computer geknackt werden. Quelle: dpa
Eine neue Datenschwachstelle

Innerhalb weniger Stunden können veraltete Verschlüsselungen mit Hilfe heutiger Computer geknackt werden.

(Foto: dpa)

BerlinSicherheitsforscher haben eine seit Jahren vorhandene Schwachstelle in der Verschlüsselung beim Internet-Surfen mit dem Safari-Browser von Apple sowie Smartphones mit dem Google-System Android entdeckt. Dadurch konnte der Datenverkehr beim Besuch eigentlich abgesicherter Websites entschlüsselt werden. Allerdings sind dafür Fachwissen und ein technischer Aufwand notwendig.

Die Anbieter kündigten an, die Lücke umgehend zu schließen. Die Schwachstelle geht auf die 80er und 90er Jahre zurück, als es US-Firmen noch verboten war, effiziente Verschlüsselungstechnologien ins Ausland zu verkaufen. Das Verbot wurde Ende der 90er Jahre aufgehoben, die alte unsichere Verschlüsselung verschwand allerdings nicht komplett.

Beim Ansteuern von bestimmten Webseiten, darunter amerikanische Regierungsseiten wie etwa das Webangebot der Bundespolizei FBI, konnten die betroffenen Browser dazu bewegt werden, die veraltete Verschlüsselung zu verwenden.

Diesen Fehler stellten Experten unter anderem des französischen Computer-Forschungsinstituts Inria und von Microsoft fest. Dadurch könnte die Verschlüsselung mit Hilfe heutiger Computer innerhalb weniger Stunden geknackt werden.

Die Schwachstelle, die unter der Abkürzung „FREAK“ (für „Factoring Attack on RSA-Export Keys“) geführt wird, wurde Anfang der Woche in Blogbeträgen von Sicherheitsforschern und des Netzwerk-Dienstleisters Akamai bekannt.

Eine Apple-Sprecherin sagte der „Washington Post“, die Lücke solle in dem Safari-Webbrowser kommende Woche geschlossen werden. Google erklärte der Zeitung, den Herstellern von Android-Geräten sei bereits eine Lösung für das Problem zur Verfügung gestellt worden. Unklar ist noch, wie die Hersteller der Android-Geräte die Updates verteilen werden.

  • dpa
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