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Dax-Konzern Infineon streicht die Dividende zusammen – trotz besserer Zahlen

Der Chiphersteller will deutlich weniger ausschütten. Dabei lief es in jüngster Zeit nicht schlecht – das spiegelt sich auch im Aktienkurs wider.
09.11.2020 - 08:34 Uhr Kommentieren
Der Infineon-Chef legte an diesem Montag die Jahreszahlen des Chipkonzerns vor. Quelle: Reuters
Reinhard Ploss

Der Infineon-Chef legte an diesem Montag die Jahreszahlen des Chipkonzerns vor.

(Foto: Reuters)

München Deutschlands größter Chiphersteller schreibt wieder schwarze Zahlen: Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres (zum 30. September) erzielte Infineon 109 Millionen Euro Überschuss. Im Vorquartal hatte der Dax-Konzern noch einen Verlust von 128 Millionen Euro ausgewiesen. Die operative Marge ist von zehn auf 15 Prozent gestiegen.

Infineon ist zudem kräftig gewachsen. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Fünftel auf knapp 2,5 Milliarden Euro in die Höhe geschossen. Zu dem kräftigen Plus beigetragen hat die Übernahme des Konkurrenten Cypress. Es war das erste Quartal, in dem Infineon den Umsatz der Amerikaner komplett verbucht hat. Für den Wettbewerber haben die Münchener neun Milliarden Euro bezahlt.

„Infineon hat ein außergewöhnliches und schwieriges Geschäftsjahr mit einem sehr ordentlichen vierten Quartal erfolgreich abgeschlossen“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss am Montag. „Einige unserer Zielmärkte, insbesondere der Automarkt, haben sich seit Sommer besser als erwartet erholt. Hinzu kommt der beschleunigte strukturelle Wandel hin zur Elektromobilität, insbesondere in Europa.“

Es laufe aber nicht überall gut. Halbleiter für Zugantriebe seien wenig gefragt, und auch das wichtige Geschäft mit Sicherheitschips für Pässe und Ausweise hinke hinterher. Ebenfalls schwach sei die Fabrikautomatisierung.

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    Im gesamten Geschäftsjahr ist der Umsatz um sieben Prozent auf knapp 8,6 Milliarden Euro geklettert. Der Gewinn hat sich allerdings mit 368 Millionen Euro mehr als halbiert.

    Infineon-Dividende sinkt auf 22 Cent

    Das bekommen die Aktionäre zu spüren. Die Dividende werde von 27 Cent im vorherigen Geschäftsjahr auf nur noch 22 Cent fallen, teilte der Konzern mit. Damit werde den gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen und dem weiteren Fortbestehen der Risiken der Coronavirus-Pandemie Rechnung getragen und ein entsprechender finanzieller Spielraum erhalten.

    Die Investoren bewerten Infineon schön länger ausgesprochen positiv. In den vergangenen sechs Monaten hat der Aktienkurs rund die Hälfte hinzugewonnen. Die Papiere notierten zuletzt bei 26,40 Euro.

    Grafik

    Die Analysten sind aber uneins, ob es noch weiter aufwärts geht. Der Halbleiterhersteller profitiere von langfristigen Trends, die Bewertung sei aber recht üppig, urteilte vergangene Woche Achal Sultania von der Credit Suisse. Der Banker rechnet eher mit Kursverlusten in den nächsten Monaten. Die US-Bank JP Morgan dagegen sah zuletzt weiter Aufwärtspotenzial auf bis zu 28 Euro.

    CEO Ploss verspricht für das gerade begonnene Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 10,5 Milliarden Euro, das wären zwei Milliarden mehr als zuletzt. Darin enthalten sei die erstmalig erfolgende Konsolidierung von Cypress für ein gesamtes Geschäftsjahr. Die Hälfte vom Zuwachs komme aus der Autosparte, der größten Division des Konzerns. Die operative Marge soll 16,5 Prozent erreichen.

    Ploss gab sich am Montag gleichwohl zurückhaltend: „Das Infektionsgeschehen, die geopolitische Lage und die makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd.“

    Mehr: Viele Chiphersteller verzeichnen ein Hammerquartal

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