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Deep Web Die dunkle Seite des Internets

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Universitäten und Unternehmen erschließen das Deep Web

Auch Inhalte, die nicht von Google gefunden werden, sind nicht in jedem Fall unzugänglich. An der Universitätsbibliothek der TU Berlin hilft Rüdiger Schneemann, Nutzern auf kostenpflichtige Datenbanken zuzugreifen. "Wir kaufen Lizenzen für den freien Zugriff aus dem Uni-Campus heraus, bieten kostenfreie Beratung und Schulungen über Zugriffe an", so Schneemann. "Wenn wir für andere recherchieren sollen, dann berechnen wir das."

In den USA hat sich die Firma Bright Planet auf Deep-Web-Inhalte spezialisiert. Die Software der Firma bombardiert beispielsweise Web-Datenbanken automatisiert mit Anfragen, um deren Inhalte abzufragen und zu indexieren. "Google und andere Suchmaschinen sind großartig darin, beliebte Inhalte zu indexieren. Forscher benötigen allerdings häufiger die weniger gängigen Inhalte, die über traditionelle Suchmaschinen nur schwer zu finden sind", so William Bushee, Vizepräsident der Entwicklungsabteilung des Unternehmens.

Vor allem US-Geheimdienste haben den Service in den vergangenen Jahren in Anspruch genommen. Zunehmend sind allerdings auch Informationsdienste aus Unternehmen und dem juristischen Bereich an Deep-Web-Daten interessiert, sagt Bushee. Um noch mehr kommerzielle Kunden zu finden, will Bright Planet noch in diesem Jahr ein neues Überwachungs-Tool für Deep-Web-Inhalte veröffentlichen.

Ob sich solche Angebote lohnen, ist allerdings fraglich. "Die Grenzen zwischen Deep Web und indexierbarem Web verschwimmen in dem Maße wie Datenbanken den Sinn und Nutzen einer Öffnung ihrer Inhalte erkennen", sagt beispielsweise Phillip Mayr. Vollständigkeit könne man in Zeiten des Web 2.0 ohnehin sehr schwer erreichen.

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