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Deutsche Gründer im Fokus US-Kapitalgeber TCV plant Milliarden-Investition in europäische Start-ups

Der US-Kapitalgeber TCV hat vier Milliarden Dollar für einen neuen Fonds eingeworben. Ein Drittel des Geldes könnte an europäische Start-ups gehen.
27.01.2021 - 13:05 Uhr Kommentieren
Der Ire handelt für den US-Wachstumskapitalgeber TCV die europäischen Investments aus. Quelle: TCV
John Doran

Der Ire handelt für den US-Wachstumskapitalgeber TCV die europäischen Investments aus.

(Foto: TCV)

Düsseldorf Die US-Wachstumskapitalgesellschaft TCV hat für ihren elften und bisher größten Fonds vier Milliarden Dollar eingeworben. Etwa ein Drittel des eingesammelten Kapitals wird das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Menlo Park voraussichtlich in Europa investieren.

„Beim achten Fonds haben wir etwa 20 Prozent in Europa investiert, beim neunten 25, beim zehnten über 30 Prozent“, sagt Gesellschafter John Doran dem Handelsblatt, der von London aus europäische Investments für TCV aushandelt: „Ich denke, bei diesem Fonds wird es ähnlich aussehen.“

Denn insbesondere mit deutschen Gründern hat die Investmentfirma gute Erfahrungen gemacht. Für die meisten von ihnen gelte das Prinzip „Under promise, over deliver“, sagt Doran – sie versprächen also weniger, als sie leisten könnten und überträfen am Ende die Erwartungen. Und sie seien typischerweise technisch sehr gut aufgestellt.

Zu den deutschen Firmen im TCV-Portfolio zählen FlixMobility aus München, die Berliner Banking-Plattform Mambu, die gerade die Milliardenbewertung überschritten hat, und der aufstrebende Berliner E-Commerce-Software-Anbieter Spryker. Weitere bekannte europäische TCV-Investments sind etwa der Musikstreamingdienst Spotify aus Stockholm und das Londoner Fintech Revolut.

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    Typischerweise investiert TCV 100 bis 150 Millionen Dollar in Start-ups, die bereits bewiesen haben, dass ihr Geschäftsmodell funktioniert. Es können auch bis zu 400 Millionen sein. Firmen mit einem entsprechenden Reifegrad gibt es in Europa immer häufiger.

    Doch der entsprechende Kapitalbedarf kann noch immer nicht von hiesigen Investoren gedeckt werden. Eine Vielzahl von europäischen Risikokapitalgebern stellt Startkapital bereit und investiert in den ersten ein, zwei größeren Finanzierungsrunden.

    Für die wirklich großen Finanzierungen sind die Fonds aber zu klein. „Das europäische Wagniskapital-Ökosystem ist sehr lebendig, und wir stehen damit nicht wirklich im Wettbewerb“, sagt Doran. „Wir sehen uns selbst als Ergänzung und nächste Stufe.“

    Möglich wird der Mega-Fonds von TCV vor allem durch Gelder von Pensionsfonds, Stiftungen und staatlichen Investitionsfonds. Solchen institutionellen Investoren wird der Zugang zu Wagniskapitalinvestitionen in Deutschland regulatorisch erschwert – daran übt unter anderem der Bundesverband Deutsche Start-ups Kritik. Der Umfang des neuen Fonds, der noch mal 800 Millionen Dollar mehr fasst als sein Vorgänger, spiegelt aus John Dorans Sicht die „riesigen Mengen an Chancen in der Technologie“ wider.

    Bei seinen Investmentstrategien ist TCV breit aufgestellt. John Doran unterteilt die Segmente in Software für Unternehmen, Finanztechnologie und digitale Medien/digitale Konsumenten. Zu den wichtigsten Trends in diesen Bereichen zählt er Entwicklertools und datengetriebene Entscheidungsprozesse in Unternehmen, Transparenz über Transaktionen und Datensicherheit sowie Fitnesstechnologien.

    Mehr: Start-ups aus Europa bringen Investoren höhere Renditen als die Konkurrenz aus dem Silicon Valley

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