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Deutsche Telekom US-Telekomaufsicht genehmigt Milliarden-Fusion von T-Mobile US und Sprint

Die Deutsche Telekom steht mit ihrer US-Mobilfunk-Tochter kurz vor dem Ziel. Nun müssen die Gerichte entscheiden, ob die Klagen der Bundesstaaten gerechtfertigt sind.
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Nach dem grünen Licht von der Telekommunikationsbehörde FCC stehen noch die Klagen von mehreren Bundesländern aus. Quelle: Reuters
T-Mobile

Nach dem grünen Licht von der Telekommunikationsbehörde FCC stehen noch die Klagen von mehreren Bundesländern aus.

(Foto: Reuters)

New York Mit einem 3-zu-2-Votum hat die US-Telekommunikationsaufsicht FCC die Fusion von T-Mobile und Sprint am Mittwoch genehmigt. Damit hat die US-Tochter der Deutschen Telekom T-Mobile eine wichtige Hürde genommen.

Bereits im April 2018 hatten Sprint und T-Mobile ihre 26 Milliarden Dollar schwere Fusion angekündigt. Doch seitdem hatte sich die Genehmigung immer wieder hingezogen. Nach dem Justizministerium im Sommer hat jetzt aber auch die mächtige Telekomaufsicht FCC zugestimmt. Nun stehen noch die Klagen einer Reihe von Bundesstaaten aus. Sie argumentieren, dass die Fusion den Wettbewerb verringern und die Preise erhöhen werde.

Mit der Fusion kommen die Nummer drei und die Nummer vier des US-Markts zusammen. Damit entsteht eine stärkere Nummer drei, die die zwei größten Anbieter Verizon und AT&T leichter angreifen kann.

T-Mobile und Sprint argumentieren, dass sie mit vereinten Kräften ein besseres 5G-Netz aufbauen können, und versprechen, ihre Preise nicht zu erhöhen. Für die Deutsche Telekom ist der US-Markt extrem wichtig. Dort machten die Deutschen zuletzt den Großteil ihres Gewinns.

Das Justizministerium hat seine Zustimmung an die Bedingung gebunden, dass Sprint und T-Mobile vor allem ihre Prepaid-Lizenzen an den Satellitenanbieter Dish abgeben. Der soll so einen neuen, vierten Anbieter schaffen können, damit die Amerikaner weiterhin unter vier Anbietern auswählen können.

Nicht nur bei vielen Bundesstaaten, sondern auch bei den Gewerkschaften trifft dieser Plan auf wenig Gegenliebe. „Dish ist keine Lösung, sondern ein Potemkin’sches Dorf ohne das nötige Fundament“, sagt Debbie Goldman, Direktorin der Communications Workers of America (CWA). Das Unternehmen habe keine Erfahrung als Mobilfunkbetreiber.

Goldman fürchtet zudem, dass die Fusion 30.000 Menschen den Job kosten könnte – „vor allem bei den unabhängigen Einzelhändlern, die die Prepaid-Verträge bisher verkaufen“. „Die haben keinerlei Jobgarantien“, so Goldman. „Der Plan ersetzt den schwachen Anbieter Sprint mit einem noch schwächeren Anbieter Dish“, moniert sie.

Die Abstimmung der FCC ist entlang der Parteilinien verlaufen: Der Vorsitzende und zwei republikanische Kommissionsmitglieder haben die geplante Fusion befürwortet. Die zwei demokratischen FCC-Mitglieder haben dagegengestimmt.

„Wir haben alle gesehen, was passiert, wenn Märkte konzentrierter werden nach einer Fusion wie dieser“, teilte die demokratische FCC-Kommissarin Jessica Rosenworcel nach der Abstimmung mit. Bei den Fluggesellschaften müsse man nun für Gepäck bezahlen, und die Sitze seien enger, und in der Pharmaindustrie könnten einige wenige Unternehmen nun die Preise für lebensrettende Medikamente erhöhen. „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es diesmal anders sein wird“, mahnt Rosenworcel.

Mehr: Die Mitarbeiter der Telekom-Tochter sorgen sich angesichts der Fusionspläne zwischen T-Mobile US und Sprint. Sie fordern vom Telekom-CEO Höttges eine Job- und Gehaltsgarantie.

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