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Die globalen Milliarden-Gründer Airbnb, WeWork, Rent-the-Runway: Das sind die erfolgreichsten Jungunternehmen der USA

US-Start-ups profitieren von risikobereiten Investoren: Sie haben mehr Zeit bis zum Börsengang. Das bringt Milliardenbewertungen – doch das zahlt sich nicht immer aus.
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Frauen haben in der Gründerszene sonst wenig zu melden. Quelle: Getty Images
Rent the Runway

Frauen haben in der Gründerszene sonst wenig zu melden.

(Foto: Getty Images)

New York, San Francisco Rent the Runway (RTR) ist eine echte Seltenheit in der überdrehten New Yorker Start-up-Szene: Das junge Modeunternehmen wird von einer Frau geführt und ist auch noch profitabel. RTR vermietet Designerkleider im Abo-Modell. Vorstandschefin und Mitgründerin Jennifer Hyman sieht die Sache pragmatisch.

„Mir wurde das Privileg der Erlaubnis nicht gegeben, jedes Quartal eine Milliarde Dollar zu verbrennen“, bemerkte sie jüngst im Interview mit dem US-Börsensender CNBC. Es war eine Spitze an ihre männlichen Kollegen von Uber, Lyft und WeWork, die stark auf Wachstum setzen, aber von schwarzen Zahlen noch weit entfernt sind.

All diese jungen Unternehmen verbindet, dass die Szene sie als Einhörner bezeichnet. Soll heißen: Sie sind mit mindestens einer Milliarde Dollar bewertet. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine größere Einhorn-Herde als in den USA. Mit Unternehmen wie Google, Facebook und Amazon ist das Land Inspiration für Gründer und Investoren auf der ganzen Welt. Das kalifornische Silicon Valley, seit Jahrzehnten Amerikas Innovationszentrum, ist längst eine globale Chiffre für innovativen Unternehmergeist. Doch Beispiele wie RTR zeigen: Einhorn ist nicht gleich Einhorn.

Denn die Start-up-Szene der USA wird vielfältiger. Längst haben Metropolen wie New York, Los Angeles und Austin eigene Szenen. Allein im ersten Halbjahr 2019 wurden in den USA 55 Milliarden Dollar in Start-ups investiert, wie aus einer Studie von CB Insights und PWC hervorgeht. Das übertrifft deutlich den Vorjahreswert, der bei 48 Milliarden Dollar lag.

Es sind nicht mehr nur die klassischen Risikokapitalgeber wie a16z, Kleiner Perkins und Union Square Ventures, die mit ihrem Geld und Kontakten an die Einhörner von morgen herantreten. Auch ausländische Staatsfonds, Investmentbanken und Unternehmen mischen mit, allen voran der 100 Milliarden Dollar schwere Vision Fund des japanischen Technologiekonzerns Softbank.

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Erst vergangene Woche hat Softbank angekündigt, einen zweiten, mit 108 Milliarden Dollar noch größeren Fonds auflegen zu wollen. Die Geldschwemme führt dazu, dass die Finanzierungsrunden immer größer werden – und immer häufiger. Die Anzahl an Runden, in denen mehr als 100 Millionen Dollar eingesammelt wurden, hat sich zwischen 2016 und 2018 verdreifacht. Im vergangenen Jahr waren es 184, so viele wie noch nie.

Auch RTR profitiert von der Risikofreude der Investoren. Das Mode-Start-up hat erst im März eine weitere Finanzierungsrunde hinter sich gebracht, seitdem erst gehört es zum Klub der Einhörner. Dabei hatte bereits Anfang des Jahres die Wagniskapitalfirma Blue Pool Capital von Alibabas Chef Jack Ma 20 Millionen Dollar in die Idee der beiden Gründerinnen investiert: Für 159 Dollar im Monat können Kundinnen bis zu vier Kleidungsstücke gleichzeitig ausleihen und diese so oft, wie sie wollen, austauschen. Für 89 Dollar gibt es vier Kleidungsstücke pro Monat.

Während sich die beiden Gründerinnen Hyman und Jennifer Fleiss zunächst auf teure Abendgarderoben spezialisiert hatten, haben sie das Angebot mittlerweile auf Kleidung für den Job oder die Schwangerschaft erweitert. Auch Accessoires wie Handtaschen gibt es mit dem Abo passend zum Kleid. Zehn Millionen Kunden haben das Unternehmen bereits genutzt.

RTR hat einen Nerv der Instagram-Generation getroffen: Die Kundinnen können auf jeder Party ein neues Kleid tragen, ohne dabei pleitezugehen oder ihren Kleiderschrank allzu sehr zu strapazieren. Nachhaltiger, als Kleider neu zu kaufen und nur ein paarmal anzuziehen, ist das Geschäftsmodell obendrein. Der Umsatz wird auf 100 Millionen Dollar geschätzt.

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