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(Foto: dpa)

Digitaler Job-Monitor Nachfrage nach Digital-Spezialisten bricht ein

Jobs für Digitalexperten werden nicht mehr so häufig ausgeschrieben wie zu Jahresanfang. Bestimmte Bereiche bleiben aber gefragt.
04.03.2020 - 10:10 Uhr Kommentieren

Berlin Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Schlüsselbranchen wie dem Automobilbau wirken sich auf den Arbeitsmarkt für Digitalprofis aus: Erstmals seit Berechnung des digitalen Job-Monitors im Jahr 2016 ist die Zahl der ausgeschriebenen Positionen für 16 Digital-Jobs, die für die digitale Transformation der Wirtschaft besonders wichtig sind, gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken.

Im vierten Quartal 2019 wurden nur noch 27.170 Positionen ausgeschrieben, acht Prozent weniger als im Jahr zuvor. Ein Jahr zuvor hatte die Wachstumsrate noch bei 59 Prozent gelegen, hat die Berliner Index Gruppe ermittelt. Für den digitalen Job-Monitor des Handelsblatts durchforstet Index alle ausgeschriebenen Stellen in gedruckten Medien, Online-Stellenbörsen und 130.000 Websites nach den Berufsprofilen.

Besonders kräftig fällt der Rückgang bei digitalen Industrietechnologien wie 3D-Druck, Robotics, dem Internet der Dinge und Industrie 4.0 aus. Selbst die Nachfrage nach Spezialisten der Künstlichen Intelligenz (KI), die in den vergangenen Jahren um mehrere Hundert Prozent gestiegen war, ist um neun Prozent zurückgegangen.

Regional sind die deutlichsten Rückgänge in den Industrieregionen Baden-Württemberg und Bayern zu erkennen, aber auch Hamburg und Hessen verzeichneten zweistellige Verluste. Offenbar halten sich die Unternehmen mit Neueinstellungen in diesen strategisch wichtigen Gebieten im Moment zurück. Viele digitale Transformationsprojekte werden aktuell auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft oder Innovationsprojekte ganz eingestellt.

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    Der Wandel zur Industrie 4.0 ist knapp ein Jahrzehnt nach Einführung des Konzepts in den meisten Unternehmen nicht über die Ebene von Einzelprojekten hinausgekommen, zeigt der Deutsche-Industrie-4.0-Index. Der Großteil der Fach- und Führungskräfte aus deutschen Industrieunternehmen sieht die „Smart Factory“ primär als Mittel zur Kostensenkung, obwohl die Unternehmen eher selten als Kostenführer im Markt bekannt sind.

    Grafik

    Auch bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle treten die Unternehmen auf der Stelle: Der Anteil der Industrieunternehmen, der bereits digitale Produkte, Dienstleistungen oder sogar komplette Geschäftsmodelle im Angebot hatte, ist 2019 gegenüber dem Vorjahr 2018 sogar leicht auf etwa 25 Prozent gesunken. Da vor allem neue digitale Geschäftsmodelle eine lange Anlaufzeit benötigen, steigt aktuell die Gefahr, dass vielversprechende Projekte der Konjunkturschwäche zum Opfer fallen.

    Erstmals gingen auch die Stellenausschreibungen für klassische Technik-Jobs zurück: Die Ausschreibungen für IT-Berufe sanken um 16 Prozent auf 166.000 Stellen; die breiter gefassten MINT-Berufe, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, lagen mit 605.000 ausgeschriebenen Positionen sogar 22,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

    Allerdings gibt es auch positive Signale: In den ostdeutschen Bundesländern legten die Ausschreibungen für die Digital-Profis zu. Am stärksten in Brandenburg, wo 39 Prozent Zuwachs erreicht wurden, wenn auch auf niedrigem Niveau.

    Mehr: Langfristig wird Digitalisierung aber dabei helfen, den Klimaschutz effizienter zu machen: Die Expertenrat-Kolumne von Holger Schmidt.

    Dr. Holger Schmidt

    Dr. Holger Schmidt beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten mit der digitalen Ökonomie. Zunächst als Journalist, heute als Keynote-Speaker, Autor und Uni-Dozent. Die Schwerpunkte des Volkswirts liegen auf den Themen Digitale Transformation, Plattformökonomie, Künstliche Intelligenz und Arbeit 4.0.

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