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Digitales Schlafcoaching Schlaf-Tech-Unternehmen Shleep sammelt 1,4 Millionen Euro ein

Die Gründer von Shleep bringen in einer Finanzierungsrunde 1,4 Millionen Euro auf – unter anderem von den Samwer-Brüdern. Ihre Schlafcoaching-Plattform soll sogar die Produktivität in Unternehmen steigern.
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Die Schlafcoaching-Plattform Shleep soll dabei helfen, besser zu schlafen. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Schlafen

Die Schlafcoaching-Plattform Shleep soll dabei helfen, besser zu schlafen.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Düsseldorf Die Wagniskapitalgeber Global Founders Capital der Samwer-Brüder, Health Innovations sowie weitere Geldgeber investieren 1,4 Millionen Euro in das niederländische Start-up Shleep. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor, die Handelsblatt Inside vorab vorliegt. Die Gründer Jöran Albers und Els van der Helm behalten die Mehrheit an ihrem Unternehmen.

Das Start-up hat eine Schlafcoaching-Plattform entwickelt, die ihren Nutzern dabei helfen will, besser zu schlafen. Finanziert werden, so der Plan von Shleep, soll das Angebot von Arbeitgebern, die ihren Mitarbeitern etwas Gutes tun wollen. „Wir sorgen dafür, dass Mitarbeiterproduktivität, -gesundheit und -engagement gesteigert wird“, sagt der deutsche COO Albers.

Anhand eines Fragenkatalogs und optional Tracking über die Smart-Watch wird der Schlaf der Shleep-Nutzer bewertet. Im Anschluss werden über die App verschiedene Aufgaben formuliert, die den Schlaf verbessern sollen. Auch Meditations- und Atemübungen sind verfügbar.

Darüber hinaus können sich die Nutzer von den „Schlafexperten“ von Shleep coachen lassen. „Je nach Anliegen kümmern sich dann ausschließlich promovierte Psychologen, Neurowissenschaftler und Humanbiologen um unsere Nutzer“, sagt Albers. Shleep versorgt seine Nutzer außerdem mit Schulungsvideos, Jetlag-Hilfen und Webinaren.

Zu den Kunden gehören die Unternehmensberatung Deloitte, die News-Seite HuffPost und der Streaming-Anbieter Spotify. Die Nutzerzahlen liegen nach Angaben des Unternehmens im fünfstelligen Bereich. Größter Markt seien die USA, weitere Kunden kommen vor allem aus Kanada, Südamerika und Europa. Umsatzzahlen will das Unternehmen nicht preisgeben.

Dass man ausschließlich ein B2B-Geschäft betreibt, begründet Albers so: „Man muss auch die kriegen, die sich nicht darüber bewusst sind, dass sie ein Schlafproblem haben. Und nicht zuletzt können auch die Kollegen oder der Chef einer der Gründe für zu wenig Schlaf sein – deswegen hilft es, wenn man gemeinsam die Situation verbessert.”

„Mehr Unternehmen beginnen zu realisieren, dass Menschen höhere Erwartungen an ihren Arbeitgeber haben als je zuvor“, sagt Nick van Dam von der „University of Pennsylvania“. Es ginge ihnen weniger um die Höhe des Gehalts als vielmehr um die Unterstützung durch den Arbeitgeber und ihre Gesundheit.

Fast zwei Drittel der Erwachsenen bekommen laut „Philips Global Sleep Survey 2019“ nicht genug Schlaf und müssen diesen am Wochenende nachholen.

„Mit so vielen Menschen, die bei der Arbeit ausgeklinkt und unproduktiv sind, glauben wir daran, eines der grundlegenden Probleme zu lösen,” sagt CEO van der Helm, frühere Beraterin bei McKinsey und Professorin an der IE Business School in Madrid, die sich bereits zu Studienzeiten und in ihrer Doktorarbeit mit dem Effekt von Schlaf auf das Gehirn auseinandergesetzt hat.

Die Wissenschaft zeige, dass Schlafmangel einen kritischen Faktor darstelle, sowohl für „harte“ Faktoren wie das Burn-out-Risiko also auch „weiche“ Faktoren, wie die Fähigkeit, seine Emotionen zu kontrollieren.

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Dieser Beitrag ist ein Auszug aus unserem neuen Newsletter „Handelsblatt Inside Digital Health“. Zweimal in der Woche analysieren wir dort die neuesten Entwicklungen im Bereich digitale Gesundheit. Zur Anmeldung geht es hier.

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