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Disney+ Disneys neuer Streamingdienst startet ab November – und soll Netflix Konkurrenz machen

Disney kündigt seinen neuen Streamingdienst Disney+ an. Künftig sollen dort alle Klassiker des Konzerns abrufbar sein – aber auch Blockbuster wie Star Wars.
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So soll künftig die Oberfläche des neuen Streamingdienstes aussehen. Quelle: AP
Disney+

So soll künftig die Oberfläche des neuen Streamingdienstes aussehen.

(Foto: AP)

New YorkWalt Disney bekommt einen neuen Streamingdienst: Auf dem Investorentag stellte der Konzern am Donnerstag seinen Dienst Disney+ vor. Offiziell soll die Plattform am 12. November in Nordamerika an den Start gehen. Ein Abo kostet laut Disney monatlich künftig 6,99 Dollar oder 69 Dollar pro Jahr.

Der Konzern plant, im nächsten Jahr eine Milliarde Dollar für das Streaming-Programm auszugeben. Bis 2024 soll die Plattform dann zwischen 60 und 90 Millionen Abonennten haben, hieß es. Zwei Drittel der Abonnenten werden dabei im Ausland sein, prognostiziert das Unternehmen. Man gehe nicht davon aus, dass vor 2024 ein Gewinn erzielt werde – den plant Disney erst nach fünf Jahren ein.

„Die heutige Präsentation zeigt Ihnen, wohin wir gehen, erinnert Sie aber auch daran, dass wir von einer Position der Stärke und Optimismus ausgehen“, sagte CEO Bob Iger. Viele Jahre habe Disney zahlreiche seiner Animationsfilme in seinem „Disney-Tresor“ aufbewahrt, hieß es auf dem Investorentag. Künftig sollen sie alle auf Disney+ zu finden sein.

Jennifer Lee, Kreativdirektorin bei Walt Disney, kündigte an, dass die 13 größten Klassiker, darunter Filme wie Bambi, das Dschungelbuch, Schneewittchen und sieben Zwerge und auch Aladdin, ab dem ersten Tag auf der neuen Plattform verfügbar sein werden.

Zudem seien ab dem Starttermin auch 18 Pixar-Filme abrufbar, so Pete Docter, Kreativdirektor bei Pixar. „Wir werden nicht langsamer“, sagte Docter, „sondern freuen uns, Ihnen auf der großen Leinwand und auf Disney + noch mehr anzubieten.“

Wer aktuelle Kinofilme von Disney streamen will, müsse künftig warten, bis die Filme aus den Kinos genommen werden. Anschließend sollen auch die Blockbuster zur neuen Streaming-Plattform übergehen. Das Unternehmen hatte zuvor zur Verbreitung seiner Inhalte Vereinbarungen mit Netflix und anderen Diensten getroffen – diese Partnerschaften und Einnahmen wurden aber aufgegeben, um den eigenen Service attraktiver zu machen.

Besonders interessant: Auch die Star Wars-Filme können die Abonnenten künftig bei Disney+ sehen. Eigentlich waren die Filmrechte im Besitz der CNN-Muttergesellschaft Turner. Doch offenbar hat Disney die Rechte wieder zurückgekauft.

Zudem sollen auch „The Simpsons“ mit ihren 30 Staffeln im neuen Dienst verfügbar sein. Disney hat die Show im vergangenen Monat beim Kauf von 21st Century Fox Inc. erworben.

Druck auf Netflix wächst

Mit Disneys Vorstoß wächst der Druck auf Netflix. Bereits im Januar erhöhte der Videostreaming-Dienst die Abo-Preise in den USA um bis zu 18 Prozent. Und auch in Deutschland gab Netflix in der Nacht zum Donnerstag eine Preiserhöhung bekannt. Der Preis der mittleren Tarifstufe, in der HD-Auflösung und die Nutzung auf einem weiteren Gerät dazukommen, steigt demnach von 10,99 auf 11,99 Euro pro Monat. Lediglich der Preis des günstigsten Angebots, bei dem man Netflix auf nur einem Gerät und ohne HD-Qualität nutzen kann, bleibt unverändert bei 7,99 Euro pro Monat.

Noch ist unklar, wann Disney+ in Deutschland verfügbar sein wird und wie viel der Dienst dann kosten soll. Experten sehen Disneys neuen Dienst aber bereits auf Erfolgskurs: „Ein Vorteil, den Disney gegenüber Netflix hat, ist der Inhalt für Kinder. Stellen Sie sich vor, wie viele Familien Disney + abonnieren werden, weil ihre Kinder die Shows ihrer Lieblingscharaktere sehen wollen“, sagte Nick Licouris, Anlageberater bei Gerber Kawasaki Inc..

Seit 2006 hat Disney insgesamt 44 Filme veröffentlicht, darunter etwa Marvel oder Star Wars, die dem Unternehmen 37 Milliarden Dollar einspielten. Das sind durchschnittlich 850 Millionen Dollar pro Film.

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