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EA-Manager „Geschäftsmodell der Spielebranche wird umgekrempelt“

Das Geschäft mit Computerspielen steht nach Ansicht eines Spitzenmanagers des Branchenriesen Electronic Arts vor einem fundamentalen Wandel. Spiele, die nur auf den ersten Blick gratis sind werden demnach dominieren.
15.08.2012 - 14:33 Uhr Kommentieren
Frank Gibeau, Spitzenmanager von Electronic Arts: Der Free-to-Play-Ansatz wird bis Ende des Jahrzehnts dominieren. Quelle: dpa

Frank Gibeau, Spitzenmanager von Electronic Arts: Der Free-to-Play-Ansatz wird bis Ende des Jahrzehnts dominieren.

(Foto: dpa)

Köln Der heute dominierende Verkauf von Software werde „bis Ende des Jahrzehnts“ vom Free-to-Play-Ansatz abgelöst, sagte Frank Gibeau der Nachrichtenagentur dpa auf der Gamescom in Köln. Besonders der Boom der Smartphones und Tablet-Computer verhelfe diesem Modell zum Durchbruch.

Free-to-Play-Spiele sind grundsätzlich kostenlos, Nutzer zahlen aber etwa für Premium-Funktionen oder virtuelle Güter - das können beispielsweise besondere Autos in einem Rennspiel oder Spezialwaffen in einem Ego-Shooter sein. EA verdiente über Jahrzehnte vor allem am Verkauf von Spielen, richtet sich aber seit einigen Jahren auf den digitalen Vertrieb und neue Geschäftsmodelle aus.

Das Gratis-Modell - in Asien seit Jahren etabliert - ermögliche der Branche den Zugang zu einem größeren Publikum, erklärte Gibeau, der bei EA dafür verantwortlich ist, bekannte Spiele-Marken an alle Plattformen anzupassen. So könne seine Firma Gelegenheitsspieler ansprechen, die nicht viel Geld ausgeben wollen. Auch neue Märkte ließen sich erschließen. Gleichzeitig werde es weiterhin Nutzer geben, die wie heute 60 Dollar für ein Spiel ausgeben.

Die Spiele-Hits der Gamescom
Computerspielmesse Gamescom
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Europas größte Computerspiele-Messe Gamescom hat am Mittwoch in Köln begonnen. Am ersten Tag waren nur Fachbesucher zugelassen, ab Donnerstag (16. August) ist die Messe dann für das breite Publikum geöffnet. Bis Sonntag präsentieren mehr als 600 Aussteller auf der vierten Auflage der Schau ihre neuen Spiele und Entwicklungen. Die Veranstalter erwarten insgesamt rund 275.000 Besucher und damit in etwa so viele wie im vergangenen Jahr.

Insgesamt sollen mehr als 330 Neuheiten und Fortsetzungen gezeigt werden. Ein Schwerpunkt der Messe sind in diesem Jahr Spiele im Internet und auf Mobilgeräten wie Smartphones. In welche Richtung steuert die Computerspielebranche? Und welche Spiele könnten einen Hit landen? Die Spielehits mit dem größten Potenzial.

(Foto: dpa)
Sim City 5
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Hobby-Bürgermeister aufgepasst: Nach langem Warten kommt Sim City zurück - und seit dem Start der Serie im Jahre 1989 ist es erst die fünfte Version des Spiels. Schon auf dem ersten Blick wird klar: Sim City, wie die fünfte Version schlicht ohne Versionsnummer offiziell heißt, wirkt alleine schon optisch anders als alle Vorgänger - irgendwie europäischer. Einer der Gründe: Erstmals erlaubt die Städtebau-Simulation die Errichtung von krummen Straßen, sodass nicht jede Stadt wie auf dem Reißbrett geplant aussieht.

Das bewährte Spielkonzept, eine Stadt durch kluge Politik zu Größe und nachhaltigem Wirtschaftswachstum zu führen, bleib natürlich erhalten. Dabei soll Sim City 5 allerdings deutlich lebendiger und detailverliebter werden als die Vorgänger. So soll jeder der Sims, die Einwohner der Stadt, ein eigenes Leben führen, zur Arbeit gehen und so weiter. Außerdem ist der neueste Teil netzwerkfähig. Mit anderen Spielern kann gehandelt werden.

Erste Screenshots des Spiels versprechen viel. Gamer können auf der Gamescom am Stand von Electronic Arts Bürgermeister spielen.

(Foto: PR)
Assassin's Creed 3Assassin's Creed 3
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Zu den aktuell besten Spielen überhaupt gehört die Reihe Assassin's Creed. Auf der Gamescom können Besucher das kommende Assassin's Creed 3 anspielen. Die 2007 gestartete Reihe hat PC, Konsole und mobile Geräte gleichermaßen erobert - und ist bei Spielern ebenso beliebt wie bei Kritikern. Die Rahmenhandlung ist zwar 2012 angesiedelt, eine Art Computer lässt den Spieler allerdings mittels „genetischer Erinnerung“ das Leben seiner Vorfahren durchleben.

So schlüpft der Protagonist in die Rolle eines Assassinen im Mittelalter. Die sind - historisch nicht korrekt - in der Version des Spiels aber keine mordlüsterne muslimische Sekte, die einen Gottesstaat errichten will. Im Gegenteil: Im Spiel sind die Assassinen eine atheistische Gemeinschaft, die den Frieden zwischen den Religionen sichern möchte. Historisch nicht korrekt aber immer spannend, macht der Spieler so Jagd auf historische Persönlichkeiten, die den Religionsfrieden stören.

Diesmal werden die spannenden Schlachten von Halbindianer Connor nicht nur zu Lande, sondern auch auf hoher See ausgetragen. Dieser frische Wind schadet dem altbewährten Spielprinzip nicht.

(Foto: Gamestar.de)
Themenpaket Computer & Cyberspace: Crysis
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In Crysis 3 geht es den Ceph-Aliens an den Kragen. Doch diese Mission des Protagonisten Prophet ist gar nicht so einfach, denn die Aliens werden durch Biosphäre-Kugeln von der Außenwelt abgeschirmt. Zum Glück können die Spieler ihren Nanosuit nutzen, der nicht nur vor starkem Beschuss schützt, sondern auch Schleicheinsätze ermöglicht. Insgesamt ist die Entscheidungsfreiheit im dritten Teil der Crysis-Geschichte deutlich höher und damit wächst auch der Spaßfaktor.

Crysis ist die mit Abstand erfolgreichste Computerspiele-Serie aus Deutschland. Das Entwicklerstudio Crytek sitzt in Frankfurt am Main, Gründer und CEO ist der Deutsch-Türke Cevat Yerli. Gamescom-Besucher können das Spiel auf der Messe testen.

(Foto: dapd)
Ubisoft staff demonstrate the "Far Cry 3" video game during the Sony news conference, as part of the E3, in Los Angeles
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Die Shooter-Serie Far Cry geht neue Wege: Glänzten Teil eins und zwei vor allem durch exzellente Grafik, kommt im dritten Teil eine spannende psychologische Komponente in das Kriegsspiel hinzu. Die ist nichts für schwache Nerven, denn der Protagonist Jason Brody verfällt langsam dem Wahnsinn und wird seinen Feinden dabei immer ähnlicher. Am Ende kann der Spieler nicht mehr sicher sein, wer zu den Guten gehört - und wer nicht. Besucher können das Spiel auf der Gamescom anspielen. Das Foto zeigt Mitarbeiter von Ubisoft, die Far Cry 3 in Los Angeles präsentieren.

(Foto: Reuters)
Games E3 Preview
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Auch bei Call of Duty gibt es Neuigkeiten. Im neuesten Soldaten-Ego-Shooter Call of Duty: Black Ops 2 gibt es neue „Strike-Force“-Missionen, in denen der Spieler jederzeit sterben kann - und so durch sein Ableben den weiteren Verlauf der Handlung beeinflusst. Der aktuelle Teil von Call of Duty spielt in zwei verschiedenen Zeitabschnitten: Protagonist Alex Mason kämpft in den 1970er und 1980er Jahren für die USA einen kalten Stellvertreter-Krieg - unter anderem in Afghanistan.

2025 schlüpft der Spieler in die Rolle von Sohn David, der für die USA diesmal gegen China kämpft, weil ein Konflikt um Seltene Erden ausgebrochen ist. Auch Call of Duty: Black Ops 2 lässt sich auf der Gamescom in Köln anspielen.

(Foto: dapd)
Tomb RaiderTomb Raider
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1996 mischte eine Frau die Computerspiele-Szene auf: Die hübsche Lara Croft eroberte mit dem Spiel Tomb Raider die PCs. Der Superstar der Spieleszene kommt zurück. In Köln können Gamer den inzwischen schon neunten Teil der Action-Adventure-Reihe anspielen. Wie eh und je springt und schießt sich Lara Croft dabei durch den Dschungel - der diesmal in auf einer tropischen Insel in Japan angesiedelt ist. Bei Tomb Raider 9 handelt es sich um ein sogenanntes Prequel: Der Spieler spielt die Vorgeschichte zu den anderen Tom-Raider-Teilen.

(Foto: Gamestar.de)

Nach dem Erfolg von Anbietern wie Zynga und Bigpoint setzen allerdings immer mehr Unternehmen auf das Free-to-Play-Modell, der Konkurrenzdruck nimmt zu. Gibeau sieht das als einen Vorteil für EA: „Produktionswert, Qualität und Marken werden immer wichtiger“ - und hier könne seine Firma punkten.

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    Auch aus Sicht der Entwickler sieht Gibeau Vorteile: „Wir können viel mehr ausprobieren, weil die Kosten, um etwas zur Marktreife zu bringen, viel niedriger sind.“ Es sei möglich, eine kleine Version an den Start zu bringen und die Reaktion der Nutzer zu testen, um das Spiel mit der Zeit zu verbessern.

    Als wichtige Plattform der Zukunft sieht Gibeau mobile Geräte. Angesichts der rasanten Verbreitung von Smartphones bestehe die Chance, in den nächsten fünf Jahren zwei Milliarden Nutzer in aller Welt zu erreichen. „Das ist ein großer Wachstumstreiber für unser Geschäft.“

    • dpa
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