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Echo Dot Kids Edition US-Datenschützer gehen gegen Amazons Sprachassistenten für Kinder vor

Mit dem Echo-Dot ist Amazon bereits Teil vieler Kinderzimmer in den USA. Datenschützer werfen dem Unternehmen vor, Daten länger als nötig zu speichern.
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Die Datenschützer werfen Amazon vor; Daten länger als notwendig zu speichern. Quelle: dpa
Amazon-Lautsprecher Echo

Die Datenschützer werfen Amazon vor; Daten länger als notwendig zu speichern.

(Foto: dpa)

New YorkIn den USA regt sich Widerstand gegen die Kinder-Ausgabe von Amazons Sprachassistent Alexa. Das extra für Minderjährige entwickelte Gerät Echo Dot Kids Edition verstoße gegen das Recht von Kindern auf Datenschutz online, erklärten insgesamt 19 Organisationen und Interessensverbände am Donnerstag. Sie reichten eine Beschwerde bei der US-Handelskommission ein. Konkret werfen die Datenschützer Amazon vor, die persönlichen Daten von minderjährigen Nutzern länger als nötig zu speichern.

„Das hier sind Kinder, die in ihrem Zuhause über alles und jeden reden“, klagte Josh Golin von der US-Kampagne für eine werbefreie Kindheit (CCFC). Seine Gruppe hat die Beschwerde federführend ausgearbeitet. „Warum behält Amazon diese Stimmenaufzeichnungen?“

Im vergangenen Jahr stellte Amazon seinen ersten auf Kinder ausgerichteten Sprachassistenten in den USA vor. Die Echo-Dot-Geräte in hellen Farben sorgten im US-Kongress und unter Datenschützern aber sogleich für Skepsis.

Der Vorwurf der Datenschützer lautet jetzt, dass die Kinder-Version von Amazons Alexa nicht vergisst, was die kleinen Nutzer ihr sagen – und zwar selbst wenn Eltern die Konversationen des Kindes mit dem Gerät löschen. Die Beschwerde bei der Handelskommission will erreichen, dass die Behörde zu dem mutmaßlichen Verstoß gegen den Privatsphäre-Schutz von Kindern ermittelt. Amazon selbst hat erklärt, Echo Dot Kids Edition erfülle alle rechtlichen Vorgaben zum Datenschutz von Kindern.

Als konkretes Beispiel für den mutmaßlichen Verstoß führt die Gruppe CCFC dagegen ein Video an, in dem ein Kind persönliche Informationen an Alexa weitergibt, darunter eine Walnussallergie. Ein Erwachsener versucht später, die gesamte Information zu löschen – darunter die Stimmenaufzeichnungen und die dazugehörige Abschrift.

Als das Kind Alexa anschließend fragt, an was sich das System noch erinnert, führt es die Walnussallergie erneut auf. „Das legt nahe, dass Amazon die Echo Dot Kids Edition so entwickelt hat, dass sie niemals vergisst, was das Kind ihr gesagt hat“, heißt es in der Beschwerde.

  • ap
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