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Elektronikhersteller Huawei verhandelt angeblich über Verkauf von Premium-Smartphonemarken

Der umstrittene Konzern prüft einem Bericht zufolge einen Verkauf der Marken Mate und P. Damit würde sich Huawei aus dem Premiumgeschäft verabschieden.
25.01.2021 - 10:25 Uhr Kommentieren
US-Sanktionen erschweren dem chinesischen Konzern gerade das Geschäft. Quelle: Reuters
Mate-Geräte von Huawei

US-Sanktionen erschweren dem chinesischen Konzern gerade das Geschäft.

(Foto: Reuters)

Peking Der umstrittene chinesische Netzwerkausrüster und Smartphonehersteller Huawei verhandelt Insidern zufolge über den Verkauf seiner Luxus-Smartphone-Marken Mate sowie P. Die Gespräche mit in Schanghai ansässigen und von der Regierung gestützten Investmentfirmen seien noch am Anfang, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Es sei möglich, dass es letztlich nicht zu einer Trennung komme. Sollte aber ein Deal geschlossen werden, würde sich Huawei damit nach dem Verkauf seiner Billig-Smartphone-Marke Honor im November auch aus dem Premiumgeschäft verabschieden.

Dem Beratungsunternehmen IDC zufolge verschiffte Huawei zwischen dem dritten Quartal 2019 und dem dritten Quartal 2020 Mate- sowie P-Geräte im Wert von fast 40 Milliarden Dollar. Welche Bewertung nun in den Verkaufsverhandlungen diskutiert wird, ist unklar. Ein Huawei-Sprecher sagte, es gebe keine Pläne zur Veräußerung der Marken, die unter anderem mit dem iPhone von Apple und der Mi- und Mix-Reihe von Xiaomi konkurrieren.

US-Sanktionen erschweren Huawei gerade das Geschäft. Die USA haben Zulieferungen an den Konzern, der zum einen Netzwerktechnik und zum anderen Smartphones herstellt, deutlich erschwert. Die Lieferengpässe schlagen inzwischen auf die Produktion der hauseigenen Kirin-Chips durch. Analysten zufolge dürften die Vorräte noch in diesem Jahr aufgebraucht sein.

Die USA werfen Huawei vor, Einfallstor für Spionage durch den chinesischen Staat zu sein, was das Unternehmen zurückweist. Den Insidern zufolge geht Huawei nicht davon aus, dass die Amtsübernahme durch den Demokraten Joe Biden etwas am Umgang der US-Regierung mit Huawei ändert.

Mehr: Handel, China, Huawei, Nord Stream 2: Das sind die transatlantischen Problemzonen

  • rtr
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