Elektronikmesse CES 3D-Drucker für jeden Bastelkeller

Aus der Fabrikhalle in den Bastelkeller: Die Elektronikbranche will den 3D-Druck zu einer Technologie für die Massen machen. Auf der CES zeigen die Hersteller erschwingliche Hardware, einfache Software – und Zuckerwerk.
1 Kommentar
Gar nicht süß ist dieser grimmige Droide. Die Maske ist aus mehreren gedruckten Einzelteilen zusammengesetzt. Hergestellt hat sie die italienische Firma DWS Labs. Bislang verkauft sie rund 250 3D-Drucker pro Jahr – bald zieht sie in eine neue Fabrik und verzehnfacht die Kapazität. Quelle: Handelsblatt Online

Gar nicht süß ist dieser grimmige Droide. Die Maske ist aus mehreren gedruckten Einzelteilen zusammengesetzt. Hergestellt hat sie die italienische Firma DWS Labs. Bislang verkauft sie rund 250 3D-Drucker pro Jahr – bald zieht sie in eine neue Fabrik und verzehnfacht die Kapazität.

(Foto: Handelsblatt Online)

Las VegasKochbegeistere Menschen leben ihre Kreativität in der Küche aus. Für sie gibt es jetzt ein neues Werkzeug, um Gäste mit ausgefallenem Nachtisch zu beeindrucken: Auf der Elektronikmesse CES zeigt die Firma 3D-Systems einen 3D-Drucker, der aus Zucker und Schokoladenpulver arabeske Süßigkeiten macht. Schicht für Schicht werden Pralinen oder Tortenschmuck aufeinander geschmolzen. Allerdings kaufen vermutlich nur die Küchenprofis den Chefjet: Die günstigste Version kostet 5000 Dollar.

Dennoch stehen die Süßigkeiten für einen Trend: Die Hersteller von 3D-Druckern wollen mit der Produktionstechnik, die bislang nur in Entwicklungslabors und Designbüros zum Einsatz kommt, neue Märkte erschließen. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas zeigen zwei Dutzend Unternehmen, wie sie künftig auch Bastler und Tüftler erreichen wollen: mit erschwinglichen Geräten, hilfreicher Software und Nachhilfekursen für Lehrer. Bis sie einen Massenmarkt erreichen, dürften aber noch Jahre vergehen.

Zukunftstechnologie wird Massenware
3D-Druck CES
1 von 11

Fast zu schade zum Verspeisen: Mit einem neuen 3D-Drucker der Firma 3D-Systems lassen sich Zucker und Schokolade drucken – auch in Farbe. Ein Konditor dürfte kaum in der Lage sein, derart detaillierte Formen zu gestalten.

3D-Druck CES
2 von 11

Schicht für Schicht: Der Drucker verteilt zunächst Zucker in der Kammer, anschließend fixiert er mit einem feinen Wasserstrahl alle Stellen, die zum Objekt gehören. Anschließend trägt der Schieber eine neue Pulverschicht auf. Der restliche Zucker fällt nach der Produktion einfach herunter.

3D-Druck CES
3 von 11

Das Gerät eignet sich beispielsweise, um individuelle Tortendekorationen oder ausgefallene Süßigkeiten zu gestalten. Angesichts des hohen Preises dürfte allerdings so schnell nicht in den Backstuben auftauchen – schon die kleine Version kostet 5000 Dollar.

3D-Druck CES
4 von 11

Gar nicht süß ist dieser grimmige Droide. Die Maske ist aus mehreren gedruckten Einzelteilen zusammengesetzt. Hergestellt hat sie die italienische Firma DWS Labs. Bislang verkauft sie rund 250 3D-Drucker pro Jahr – bald zieht sie in eine neue Fabrik und verzehnfacht die Kapazität.

3D-Druck CES
5 von 11

Mit einem neuen 3D-Drucker will DWS Lab die „Prosumer“ erreichen – also ambitionierte Bastler wie auch professionelle Nutzer. Der X-Fab kann neun unterschiedliche Materialien verarbeiten, darunter transparentes Acryl wie bei diesem Modell des Eiffelturms. Im Hintergrund Firmengründer Maurizio Costababer. Das Gerät kommt im Frühjahr für rund 5000 Euro auf den Markt.

3D-Druck CES
6 von 11

Ein semiprofessioneller Drucker ist der Cube Pro von 3D-Systems. Er hat mehrere Druckköpfe und kann so mehrfarbige Objekte erstellen. Das Modell soll im zweiten Quartal auf den Markt kommen.

3D-Druck CES
7 von 11

Zu den bekanntesten Namen in Sachen 3D-Druck gehört Makerbot: Die Firma aus New York will die Bastler mit erschwinglichen Geräten begeistern – im Bild der neue Replicator Mini, der auf Knopfdruck 3D-Modelle erstellen soll. In den USA kostet er knapp 1400 Dollar.

Spätestens seit US-Präsident Barack Obama den 3D-Druck als revolutionär bezeichnete, ist die Produktionstechnologie ein Smalltalk-Thema. Das macht sich auch an der Börse bemerkbar: Firmen wie 3D-Systems und Stratasys, die Geräte für die Industrie herstellen, legten 2013 kräftig zu. Viele Erwartungen an die Technologie sind indes utopisch, für Privatnutzer eignen sich 3D-Drucker bislang kaum. Eine ganze Reihe von Start-ups will das ändern.

Der wohl bekannteste Anbieter ist Makerbot: Das Start-up aus New York feuert mit seinem Replicator die Fantasie der Menschen an – der Name erinnert an eine Maschine vom Raumschiff Enterprise, mit der Captain Picard im Handumdrehen einen Earl-Grey-Tee machen lässt – und die Tasse gleich dazu. Davon ist die Firma zwar noch Lichtjahre entfernt, doch auf der CES zeigt sie, dass Nutzer inzwischen ohne großes Vorwissen 3D-Objekte erstellen können.

So gibt es einen Scanner, der kleine Objekte mit Kameras und Laserstrahlen erfasst und aus der realen Vorlage digitale Modelle erstellt. Mit einer neuen Software können Hobby-Konstrukteure selbst aktiv werden; binnen Minuten hat man damit beispielsweise ein Armkettchen gestaltet. Und mit einem neuen Einsteigermodell für rund 1400 Dollar sinkt der Hardware-Preis auf erträgliche Höhen. Andere Hersteller zeigten gar Modelle für weniger als 1000 Dollar.

Preise und Funktionen werden attraktiver
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

1 Kommentar zu "Elektronikmesse CES: 3D-Drucker für jeden Bastelkeller"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ohoh, da sehe ich schon Klagen ohne Ende kommen.
    Mal gucken wer was ausdrucken "darf".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%