Erneuerbare Energien: Greentech-Spezialist EIT Innoenergy erhält weitere 140 Millionen Euro
EIT Innoenergy ist unter anderem an dem VW-Partner aus Schweden beteiligt.
Foto: NorthvoltBerlin. Die auf sogenannte Greentech-Firmen spezialisierte Investmentgruppe EIT Innoenergy bekommt frisches Kapital. Im Rahmen einer Privatplatzierung habe man 140 Millionen Euro eingenommen, teilte EIT Innoenergy am Dienstag mit.
Für die neue Runde sprach die Investmentgruppe gezielt Unternehmen an. Neu an Bord kamen dabei unter anderen die Banken Société Générale und Santander sowie der Autokonzern Renault. Anteilseigner wie der Wolfsburger Autohersteller Volkswagen, die Finanztochter von Siemens sowie Schneider Electric und Capgemini beteiligten sich ebenfalls.
„Mit unserem erneuten Investment in EIT Innoenergy stärken wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen E-Mobilität und erneuerbare Energien und unterstützen das Unternehmen beim Ausbau seiner Aktivitäten“, sagte VW-Innovationschef Nikolai Ardey.
Neue Mittel sollen auch Engagement in den USA ausweiten
EIT Innoenergy will die Energiewende in Europa vorantreiben. Seit der Gründung 2010 hat die Gruppe ihr Team auf mehr als 200 Mitarbeiter in Europa und Boston ausgebaut und ist aktuell an mehr als 200 Unternehmen beteiligt. Dazu gehören unter anderen der Münchener Energiespezialist Voltstorage und jüngst das schwedische Fusions-Start-up Novatron.
Auch größere Start-ups sind darunter, wie der Batteriehersteller Northvolt – ein Partner von Volkswagen –, das Stahlunternehmen H2 Green Steel und Vulcan Energy, das im Südwesten Deutschlands Lithium für Batteriezellen fördert.
Um das Wachstum der Portfoliounternehmen zu beschleunigen und neue Kontakte zu vermitteln, stellt EIT Innoenergy ihnen neben den Kapitalspritzen in der Frühphase sein Netzwerk aus Industrieunternehmen, öffentlichen wie auch privaten Investoren, Hochschulen, Forschungszentren und der öffentlichen Verwaltung zur Verfügung.
Die eingeworbenen Finanzmittel will EIT Innoenergy nun nutzen, um neue Investitionen zu tätigen und die Start-ups im Portfolio weiter zu unterstützen. Zugleich möchte die Gruppe ihre Expansion in den USA angehen. „Wir freuen uns außerordentlich, dass wir all unsere Ziele in Zusammenhang mit dem Private Placement erreicht haben“, sagte EIT-Innoenergy-Geschäftsführer Christian Müller.
Mitten in der Finanzierungskrise dürfte dies als gute Nachricht gelten. Im Gegensatz zu anderen Geschäftsmodellen haben es Start-ups aus dem Bereich erneuerbare Energien aktuell leichter als andere, an Investitionen zu kommen. Im vergangenen Jahr wurden laut der Unternehmensberatung Oliver Wyman mehr als 12,3 Milliarden Dollar in grüne Technologien investiert und damit so viel wie noch nie.