Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

EU-Kommission Telekom und SAP bauen europäische Corona-Warn-Plattform

Künftig sollen die Corona-Apps der verschiedenen EU-Länder miteinander kommunizieren können. Der Auftrag der Kommission ging am Freitag an SAP und Telekom.
31.07.2020 Update: 31.07.2020 - 16:21 Uhr Kommentieren
Bislang können die Apps der EU-Staaten noch nicht grenzüberschreitend kommunizieren und Warnungen ausgeben. Quelle: dpa
Deutsche Corona-Warn-App

Bislang können die Apps der EU-Staaten noch nicht grenzüberschreitend kommunizieren und Warnungen ausgeben.

(Foto: dpa)

Brüssel, Düsseldorf Die EU-Kommission hat die Dax-Konzerne SAP und Deutsche Telekom an diesem Freitag mit dem Bau einer Schnittstelle für den länderübergreifenden Einsatz von Corona-Apps beauftragt. Das sagte ein Sprecher der EU-Kommission dem Handelsblatt. Zur Höhe der Kosten für die Plattform machte die EU keine Angaben. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

Schon bald soll das Projekt ermöglichen, dass die Apps aus unterschiedlichen EU-Staaten länderübergreifend kompatibel sind. Touristen, Geschäftsleute oder Pendler müssen also nicht länger mehrere Corona-Warn-Apps aus unterschiedlichen Staaten installieren.

Der sogenannte Gateway von SAP und der Telekom-Großkundentochter T-Systems wird jedoch nur Anwendungen verbinden, die Daten möglichst dezentral, also vor allem auf den Smartphones selbst speichern. Insgesamt umfasst das laut EU-Angaben 18 Länder, die eine entsprechende Anwendung veröffentlicht haben oder dies planen. Neben Deutschland zählen dazu Länder wie Italien, Österreich, Polen und Dänemark.

Dem gegenüber stehen Staaten, die Daten möglichst zentral erfassen. Das sind derzeit vor allem Frankreich und Ungarn. Ihre Corona-Apps werden zunächst nicht mit dem System kompatibel sein. Eine Lösung mit solchen Ländern sei noch nicht in Sicht, sagte Telekom-Chefentwickler Peter Lorenz kürzlich in einem Video der Bundesregierung. „Das Thema ist schwerer, da muss man offen sagen, das wird länger dauern.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die von SAP und Telekom entwickelte Corona-Warn-App gilt unter IT-Experten als Erfolg. Auch wenn es zwischenzeitig technische Probleme gegeben hatte, wurde den Entwicklern aus Fachkreisen eine gute Arbeit bescheinigt. Mit fast 17 Millionen Downloads erreichte die Anwendung sechs Wochen nach ihrem Start bereits eine weite Verbreitung in Deutschland.

    In Europa gibt es mehr als ein Dutzend Projekte für die Nachverfolgung von Infektionsketten per Smartphone-Apps. Die Anwendungen erfassen per Bluetooth-Schnittstelle mögliche Risikokontakte. Dazu müssen auf allen Smartphones auch die entsprechenden Warn-Apps installiert sein. Wird dann eine Person positiv auf das Virus getestet, können alle Kontaktpersonen über die App gewarnt werden.

    Derzeit funktionieren die Apps bei Auslandsreisen jedoch nicht. Urlauber, Pendler oder Geschäftsleute müssten sich Corona-Apps von jedem Land installieren, in dem sie sich aufhalten. Künftig soll es möglich sein, dass die deutsche Corona-Warn-App auch mit Pendants etwa in Österreich, den Niederlanden oder Dänemark kommunizieren kann und umgekehrt.

    Telekom und SAP hatten bereits die deutsche App im Auftrag der Bundesregierung entwickelt. Dafür zahlt die Bundesregierung nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro, von denen 9,5 Millionen an SAP und bis zu 7,8 Millionen Euro an die Telekom-Tochter T-Systems fließen. Zudem erhalten die Firmen Geld für den Betrieb der Anwendung.

    Mehr: Deutsche Corona-Warn-App soll künftig europaweit funktionieren

    Startseite
    Mehr zu: EU-Kommission - Telekom und SAP bauen europäische Corona-Warn-Plattform
    0 Kommentare zu "EU-Kommission: Telekom und SAP bauen europäische Corona-Warn-Plattform"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%