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Facebook-Alternative Diaspora-Gründer geben Kontrolle an Community ab

Die Facebook-Alternative Diaspora hat sich von ihren letzten kommerziellen Bindungen gelöst und soll künftig allein von den daran interessierten Programmieren weiterentwickelt werden.
29.08.2012 - 14:44 Uhr 1 Kommentar
Das Online-Netzwerk Facebook dominiert. Die Gründer der Facebook-Alternative Diaspora geben die Kontrolle über soziale Netzwerk ab. Quelle: dapd

Das Online-Netzwerk Facebook dominiert. Die Gründer der Facebook-Alternative Diaspora geben die Kontrolle über soziale Netzwerk ab.

(Foto: dapd)

New York „Heute übergeben wir der Community die Kontrolle über Diaspora“, erklärten die verbliebenen Gründer um Maxwell Salzberg. Die Open-Source-Plattform hat sich seit der Gründung im November 2010 nicht so dynamisch entwickelt wie erhofft. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter hatte Diaspora mehr als 200 000 Dollar zusammengebracht. An der Entwicklung des Codes beteiligten sich nach Angaben Salzbergs mehr als 100 Programmierer.

Facebooks schrägste Bestimmungen
Facebook Kids
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Öffentliche Daten

Profilbild, Titelbild, Geschlecht, Nutzername und Nutzerkennung sind immer öffentlich, dagegen können die Nutzer auch nicht widersprechen. „Im Allgemeinen solltest du annehmen, dass Informationen öffentlich sind, wenn du kein „Teilen“-Symbol siehst“, so die Datenschutzbestimmungen. Wer zum Beispiel in einem geschützten Kreis den Status eines Freundes kommentiert, hat keinen Einfluss darauf, ob der Freund die Kommentare nachträglich öffentlich macht oder nicht. Im scheinbar geschützten Kreis über den Arbeitgeber lästern kann im Nachhinein also doch noch öffentlich werden – und damit zu einer fristlosen Kündigung führen.

(Foto: dapd)
Facebook Stock
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GPS-Daten

Die Ortungs-Daten, die bei Smartphones gesammelt werden können, speichert Facebook so lange, wie es ihnen nützt. Facebook argumentiert damit, dem Nutzer Dienstleistungen auf Grundlage der GPS-Daten anbieten zu können. Wie lange es Facebook nützt, über die GPS-Daten zu verfügen, wird nicht geklärt. Das kann auch ewig sein.

(Foto: dapd)
huGO-BildID: 26385553 In this undated photo released by Facebook shows the company server room at their Prineville Data Center in Prineville Oregon.
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Löschen und deaktivieren

Der Button zum Deaktivieren eines Accounts ist deutlich leichter zu finden als der „Löschen“-Button. Wird ein Profil deaktiviert, bleiben die Daten auf den Facebook-Servern erhalten. Sie werden zwar nicht mehr angezeigt, Facebook speichert sie aber weiterhin.

Doch auch das Löschen des Profils vernichtet nicht alle Daten. Zudem kann es bis zu einem Monat dauern, bis Facebook die Daten wirklich löscht. Aber in den Nutzungsbedingungen heißt es: „Einige Dinge, die du auf Facebook machst, werden nicht auf deinem Konto gespeichert.“ Die Folgen reichen weit. "Das bedeutet, auch wenn man sein Konto löscht, bleiben manche Informationen ewig im Netz abrufbar", sagt Medienanwalt Christian Solmecke. Darunter fallen unter anderem Kommentare und Freundesnachrichten.


(Foto: AFP)
huGO-BildID: 26663271 (FILES) In this photograph taken on May 15, 2012 the 'Facebook' logo is reflected in a young Indian woman's sung
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Markieren

Die Nutzer können nicht verhindern, dass andere Personen sie in Beiträgen oder auf Fotos markieren und verlinken. Diese Funktion kann nicht abgeschaltet werden. Der Ratschlag von Facebook: „Falls du nicht möchtest, dass dich andere Personen markieren, empfehlen wir dir, dich an die Person direkt zu wenden.“ Falls das nichts bringe, könne der Nutzer die Person ja komplett blocken.

(Foto: AFP)
Facebook vor dem Boersengang
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Apps

Facebook weiß nicht, welche Daten Apps von Drittanbietern über die Nutzer sammeln. Diese Apps müssten eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen veröffentlichen und darin klären, was mit den Daten passiert. Das ist aber oft nicht der Fall. Wer seine Daten dort löschen will, soll laut Facebook „die Anwendung kontaktieren“ und sie bitten, die Informationen zu löschen. „Installierte Anwendungen kannst du jederzeit entfernen, indem du deine Anwendungseinstellungen bei folgender Seite verwendest: https://www.facebook.com/settings/?tab=applications. Aber denke daran, dass die Anwendungen gegebenenfalls weiterhin Zugriff auf deine Daten haben können, wenn die Personen, mit denen du teilst, sie ebenfalls verwenden."

(Foto: dapd)
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Sofortige Personalisierung

Mit der Funktion „Sofortige Personalisierung“ gibt Facebook Daten an andere Websites weiter. Wer bei Facebook eingeloggt ist und zum ersten Mal die andere Website besucht, der wird persönlich begrüßt. Eine solche „Opt-out“-Lösung ist kritisch. Es werden erst ungefragt Daten zu der kooperierenden Website von Facebook übertragen. Erst wenn die Social Media-Funktion deaktiviert wird, werden die Daten gelöscht.

Das Gegenteil zu dieser „Opt-out“-Lösung wäre ein „Opt-in"-Ansatz. Dabei wird der Nutzer erst gefragt und dann gehandelt.

(Foto: AFP)
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Vertiefende Links

Die 14 Seiten umfassende Datenschutzerklärung ist keinesfalls auf die 14 Seiten beschränkt. Was zum Beispiel mit den Daten passiert, wenn man in einer Werbeanzeige auf „Gefällt mir“ klickt, wird in einem anderen Dokument beschrieben. Medienanwalt Christian Solmecke schätzt, dass auf diese Weise die Datenschutzbestimmungen auf 60-70 Seiten ausgeweitet werden.

(Foto: AFP)

Als dezentralisiertes Netzwerk will Diaspora den Nutzern die volle Kontrolle über ihre Daten geben und sich bewusst vom Geschäftsmodell des seit diesem Jahr an der Börse notierten Unternehmens Facebook abheben. Diaspora sei weit größer als das Team der vier New Yorker Gründer, größer als das gesammelte Geld und auch größer als der Software-Code, schrieben Maxwell, der inzwischen das neue Web-Projekt Makr.io gestartet hat, und der Mitgründer Daniel Grippi, am Montag (Ortszeit) in einem Blog-Beitrag. Es gebe mehrere hundert Knoten („Pods“) des Diaspora-Netzwerks. Diese werden als persönliche Webserver von Einzelpersonen oder Organisationen betrieben. Die Diaspora-Nutzer können sich bei einem einzelnen „Pod“ anmelden, sich aber auch mit den Nutzern der anderen Unternetze austauschen.

Einen anderen Weg als Diaspora geht die soziale Plattform App.net, die Twitter und Facebook mit einem Abo-Dienst herausfordern will. Das Projekt erreichte kürzlich sein Finanzierungsziel von 500 000 Dollar. App.net-Mitgründer Dalton Caldwell verspricht, mit Hilfe der Abo-Gebühr von 50 Dollar im Jahr einen Dienst aufzubauen, bei dem nur die Nutzer und nicht die Werbekunden im Mittelpunkt stehen sollen.

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    1 Kommentar zu "Facebook-Alternative: Diaspora-Gründer geben Kontrolle an Community ab"

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    • Interessanter Artikel.Vor kurzem ist ein neuer Facebook Ableger an den Start gegangen Imeets. Ich finde das Design und die Möglichkeiten sogar besser als bei Facebook. http://www.imeets.de

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