Facebook Messenger „Wir wollen die App nicht mit Werbung zukleistern"

Facebook will sich Zeit mit dem Geldverdienen in seinem Kurznachrichtendienst Messenger lassen. Die strikte Trennung mit dem Zukauf von WhatsApp werde umgesetzt, sagt der zuständige Manager David Marcus auf der DLD.
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Facebook hat es nicht eilig, mit seinem Messenger Geld zu verdienen. Quelle: dpa

Facebook hat es nicht eilig, mit seinem Messenger Geld zu verdienen.

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MünchenFacebook will sich Zeit mit dem Geldverdienen in seinem Kurznachrichtendienst Messenger lassen. „Wir wollen die App nicht mit Werbung zukleistern“, der Komfort für Nutzer habe Vorrang, sagte der zuständige Facebook-Manager David Marcus am Rande der Internet-Konferenz DLD in München. „Wenn es uns egal wäre, könnten wir das machen - und bei 500 Millionen Nutzern jede Menge Geld verdienen.“ Facebook habe aber keine Eile, in der Plattform Umsätze zu erwirtschaften.

Eine Überlegung für die Zukunft sei, Unternehmen einen Kanal zur Kommunikation mit Kunden über den Messenger zu geben und sie dafür bezahlen zu lassen. Spekulationen über eine Integration von Bezahlfunktionen in den Messenger dämpfte Marcus dagegen: „Wir haben derzeit kein Interesse, ein Bezahlgeschäft aufzubauen.“ Der 41-Jährige führte bis zum Wechsel zu Facebook im vergangenen Jahr den Bezahldienst Paypal im Ebay-Konzern.

So können Sie Ihre Daten am besten schützen
Facebook führt nun auch per digitalem Assistent durch die Privatsphäreeinstellungen. Was man mit wem teilt, sollte man trotz des freundlichen Dinos mit Bedacht wählen. Foto: Andrea Warnecke
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Facebooks neue Datenschutzeinstellungen erlauben mehr Kontrolle darüber, was mit den eigenen Inhalten passiert. Nutzer des Netzwerks sollten sie allerdings nicht in den Grundeinstellungen belassen. Mittlerweile bietet Facebook auch einen digitalen Assistenten an, der die wichtigsten Einstellungen erklärt. Hier einige Tipps.

Facebook
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Publikum festlegen

Datenschutz beginnt schon bei der Frage, wer welche Inhalte zu sehen bekommt. Teilt man im sozialen Netzwerk nämlich einen Beitrag, ohne die Datenschutzeinstellungen anzupassen, so ist er in der Regel für jeden sichtbar.

Wer das nicht möchte, kann mit einem Klick auf das kleine Schloss-Symbol in der Menüleiste den Menüpunkt „Wer kann meine Inhalte sehen“ aufrufen. Hier lässt sich einstellen, ob alle, Freunde oder nur in bestimmten Listen geführte Freunde die Mitteilung sehen soll. 

Facebook
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Listen

Mit wenigen Klicks lassen sich Freunde in bestimmte Listen sortieren. So lässt sich beim Veröffentlichen eines Beitrags festlegen, ob ihn nur die engen Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen sehen sollen. Kontakte lassen sich auch mehreren Listen zuordnen.

Cybermobbing
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Markierungen in Fotos

Wer nicht auf Fotos erkennbar markiert werden möchte, kann dies bei „Chronik und Markierungseinstellungen“ festlegen. Ganz verhindern kann man es nicht, es lässt sich aber einstellen, dass man über Markierungen informiert wird und sie genehmigen muss – bevor sie für andere sichtbar werden.

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Personalisierte Werbung

Facebook finanziert sich über Werbung. Je genauer sie an die Vorlieben eines Nutzers angepasst ist, desto wertvoller. Klickt man etwa bei einer Marke oder einem Produkt auf „Gefällt mir“, kann es vorkommen, dass die Freunde Empfehlungen für dieses Produkt sehen – verziert mit dem Profilfoto des Empfehlenden.

Wer das nicht möchte, sollte in den Einstellungen unter „Werbeanzeigen/Werbeanzeigen und Freunde“ einstellen, dass niemand so etwas zu Gesicht bekommen soll.

huGO-BildID: 40261686 In this Wednesday, June 11, 2014 photo, a man walks past a sign in an office on the Facebook campus in Menlo Park, Calif. One m
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Apps

Facebook bietet über sein App-Center zahlreiche Programme und Spiele von Drittanbietern an. Diese erhalten weitreichenden Zugriff auf persönliche Daten und das eigene Profil. Daher sollten in den Einstellungen unter „Apps“ die aktuellen Einstellungen geprüft werden. Nicht mehr verwendete Apps sollten gelöscht werden, damit sie nicht weiter Daten sammeln.

Marcus bekräftigte, dass der ebenfalls zu Facebook gehörende Kurznachrichtendienst WhatsApp weitgehend unabhängig agiere. WhatsApp behielt den Firmensitz außerhalb des Facebook-Geländes, es gebe wie angekündigt keine Daten-Zusammenlegung, man tausche sich nur regelmäßig über die Strategie aus. „Außerdem ist vereinbart, dass einige neue Funktionen, die wir testen, mit der Zeit bei WhatsApp integriert werden könnten.“ Das werde auch bei den Ideen zum Geldverdienen der Fall sein. „Wir haben keine Pläne, die beiden Dienste zusammenzuführen.“

Die Übernahme von WhatsApp durch Facebook für knapp 23 Milliarden Dollar hatte bei vielen Nutzern die Sorge ausgelöst, ihre Daten würden mit den Beständen des Online-Netzwerks verknüpft. Facebook und WhatsApp versicherten, das sei nicht geplant. „Im Moment geht es nicht um Daten“, sagte Marcus. Derzeit hätten beide Dienste das Ziel, die Marke von einer Milliarde Nutzern zu knacken.

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