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Fahrdienstvermittler Vermögensverwalter macht Druck auf Ubers Verwaltungsrat

Der unbekannte Fonds CtW aus Washington fordert, dass Aufseher John Thain wegen „finanzieller Fehleinschätzungen“ in früheren Jobs abgelöst werden soll.
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Der Fahrdienst plant im Mai an die Börse zu gehen. Quelle: AFP
Uber

Der Fahrdienst plant im Mai an die Börse zu gehen.

(Foto: AFP)

New York Ein weitgehend unbekannter Vermögensverwalter fordert drastische Veränderungen im Verwaltungsrat von Uber. CtW aus Washington hat es dabei vor allem auf John Thain abgesehen. Der ehemalige Chef des New Yorker Börsenbetreibers NYSE und der Investmentbank Merrill Lynch wurde vor gut einem Jahr noch von Uber-Gründer Travis Kalanick in den Verwaltungsrat berufen. Doch Thain habe ein zu enges Verhältnis zu Ubers Finanzchef Nelson Chai, was gegen Corporate Governance-Kriterien verstoße, schreibt CtW in einem offenen Brief an Ubers Verwaltungsratschef Ronald Sugar.

Chai war unter Thain bereits Finanzchef bei der NYSE und bei Merrill. Später, als Thain zum Mittelstandsfinanzierer CIT wechselte, holte er Chai ebenfalls nach.

Die enge Beziehung zwischen den beiden „könnte Thains Leistung als Leiter des Wirtschaftsprüfungsausschusses beeinträchtigen, was Genauigkeit, Glaubwürdigkeit und Integrität der Finanzberichte angeht“, warnt der Vermögensverwalter, der für Gewerkschaften rund 250 Milliarden Dollar anlegt. Zudem hätte Thain unter anderem mit einer riskanten Übernahme der One West Bank ein schlechtes Urteilsvermögen bewiesen. Thain sitzt seit einem Jahr auch im Aufsichtsrat der Deutschen Bank.

Der Fahrdienst Uber plant im Mai an die Börse zu gehen. Es wird der größte Börsengang seit Facebook 2012 werden, daher zieht er besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. Auch CtW will investieren, wenn die Vorstände ausreichend kontrolliert werden. Auch mit Ubers Verwaltungsratschef Ronald Sugar ist der Investor nicht zufrieden.

Er sei neben Uber bereits in vier weiteren Konzernen als Aufseher tätig, unter anderem beim Öl-Konzern Chevron, der sich gerade mit Occidental Petroleum einen Übernahmekampf um den Konkurrenten Anadarko liefert. Das sei zu viel, urteilt CtW. Schließlich habe Uber allein schon genügend Baustellen. Das Unternehmen schreibt Verluste, das Wachstum im Kerngeschäft mit Taxi-Fahrten schwächelt, zudem arbeitet das Unternehmen nach diversen Skandalen daran, seinen Ruf aufzupolieren.

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