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Feinstaub Laserdrucker schaffen dicke Luft im Büro

Laserdrucker können die Luft im Büro stark mit Feinstaub belasten. In einer australischen Studie enthielt die Luft in einem Großraumbüro vier Mal so viel Feinstaub wie die Luft nahe einer Autobahn. Das berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag.

dpa MÜNCHEN. Physiker der Technischen Universität von Queensland hatten demnach ein Nichtraucher-Großraumbüro in Brisbane untersucht und herausgefunden, dass die Luft während der Arbeitszeit fünf Mal mehr Feinstaub enthielt als nachts.

„So hohe Belastungen haben wir in einem Büroraum nicht für möglich gehalten“, sagte Studienleiterin Lidia Morawska. Daraufhin untersuchten die Physiker 62 unterschiedliche Druckermodelle: Rund 60 Prozent stießen keine messbaren Partikel aus. Andere gaben beim Drucken beinahe so viel Feinstaub ab wie eine brennende Zigarette.

Die gesundheitlichen Auswirkungen des Feinstaubs sind noch unbekannt. Nach Meinung von Morawska können die Staubpartikel Störungen der Atemwege, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs auslösen. Druckerhersteller Hewlett-Packard sieht dagegen keine Hinweise darauf, dass „Partikelemissionen von Laserdruckern mit Gesundheitsrisiken verbunden“ sind. Der Chemiker Prof. Tunga Salthammer vom Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut für Holzforschung relativiert die Risiken: „Es gibt Geräte in jedem Haushalt, die wesentlich mehr Partikel ausstoßen als Laserdrucker, etwa Toaster und Dunstabzugshauben.“

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine Studie dazu an der Universität Gießen in Auftrag gegeben und will das Gesundheitsrisiko von Laserdruckern bis Ende des Jahres bewerten. Besonders schadstoffarme Drucker sind schon jetzt mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Die australische Originalstudie ist Anfang August online im Journal „Environmental Science and Technology“ erschienen (Fachartikel-Identifikationsnummer: DOI: 10.1 021/es063049z).

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