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Filme online Sony startet digitale Bibliothek in Deutschland

Der japanische Elektronikkonzern expandiert mit seiner auf einer Cloud basierenden Filmbibliothek Ultraviolet. Die Filmstudios stehen mit dem Rücken zur Wand, denn Kinos und DVD-Verkäufe spielen weniger ein.
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Sony-Film Men in Black 3: Die Studios müssen weitere Umsatzeinbußen verkraften. Sony versucht es wie Apple mit dem Digitalvertrieb von Filmen. Quelle: dapd

Sony-Film Men in Black 3: Die Studios müssen weitere Umsatzeinbußen verkraften. Sony versucht es wie Apple mit dem Digitalvertrieb von Filmen.

(Foto: dapd)

Los AngelesDer japanische Elektronikriese Sony wird seinen digitalen Service Ultraviolet im nächsten Jahr in Deutschland und Frankreich starten. „Noch in diesem Jahr werden wir weitere englischsprachige Länder wie Australien, Neuseeland und Irland anpacken. Im nächsten Jahr werden wir dann in Deutschland und Frankreich mit Ultraviolett starten“, sagte Mitch Singer, weltweiter Digitalchef von Sony Pictures, dem Handelsblatt in Los Angeles. „Unser Ziel ist es, das Sammeln von Inhalten digital zu ermöglichen.“

Mit der Expansion wollen Sony und fünf weitere Hollywood-Studios, darunter Warner Bros., Fox und Paramount, verhindern, dass Apple mit seinem Onlineshop iTunes ein Quasi-Monopol beim Herunterladen von Filmen und anderen Inhalten errichtet. „Wir wollen nicht das Opfer eines Gerätehersteller werden“, sagte Mark Kaner, Weltvertriebschef des Hollywood-Studios Fox und enger Vertrauter des Medien-Tycoons Rupert Murdoch, gestern in Los Angeles. „Ultaviolet gibt den Menschen endlich die Möglichkeit ständig alle Inhalte überall verfügbar zu haben.“

Bei Ultraviolett handelt es sich um Cloud basierte Lizenzsystem, das Endverbrauchern ermöglicht, ihre digitalen Inhalte wie Filme auf bis zu zwölf Plattformen, egal ob Computer, Handy oder Tablet-PC, weltweit zu nutzen. Der Service speichert allerdings nicht die Inhalte. Es werden nur die erworbenen Rechte für den Kauf beispielsweise eines Films gespeichert.  Die vom Endverbraucher genutzte Software ist egal. Die Inhalte sind sowohl über Windows als auch über Mac OS und Android verfügbar. Der Kunde soll einmal für die Inhalte bezahlen und dafür weltweit das Recht zur Nutzung erhalten. Sony hat nach eigenen Angaben mittlerweile rund 80 Partner für den Digitalservice gewonnen, darunter sind neben Filmstudios auch Händler wie Walmart und Gerätehersteller wie Toshiba sowie Kabelkonzerne wie Liberty Global (Unitymedia, Kabel BW). Apple und Disney sind bis lange außen vor. Der Computerhersteller verfolgt wie der Micky-Maus-Konzern eigene Pläne. Disney hat den konzerneigenen Dienst Keychest entwickelt.

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