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„Focus“: Private Web-Nutzung am Arbeitsplatz oft verboten

Deutsche Großunternehmen treffen nach Informationen des „Focus“ zunehmend klare Vereinbarungen für die private Internetnutzung am Arbeitsplatz. Das ergab eine Umfrage des Nachrichtenmagazins unter den 30 im Börsenindex Dax notierten Unternehmen.

dpa MüNCHEN. Deutsche Großunternehmen treffen nach Informationen des „Focus“ zunehmend klare Vereinbarungen für die private Internetnutzung am Arbeitsplatz. Das ergab eine Umfrage des Nachrichtenmagazins unter den 30 im Börsenindex Dax notierten Unternehmen. 22 dieser Firmen regeln demnach eindeutig die Rahmenbedingungen für die private Web-Nutzung am Arbeitsplatz. Zehn Unternehmen untersagen demnach private Online-Touren strikt und überwachen die Einhaltung dieses Verbots.

Peter Wedde, Professor für Arbeitsrecht an der Fachhochschule Frankfurt, warnte Manager allerdings vor ausufernder Überwachung ihrer Angestellten. „Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter unerlaubt überwachen, machen sich strafbar“, sagte der Jurist im „Focus“. Und Arbeitgeber, die die private Nutzung des Web erlaubten, dürften „Surf-Touren oder E-Mails nicht kontrollieren“.

Erst unlängst hatte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden, dass Arbeitnehmern, die während der Dienstzeit im Netz surften, unter bestimmten Umständen fristlos gekündigt werden dürfe. Im speziellen Fall hatte ein Arbeitnehmer des Chemieunternehmens Basf Pornoseiten im Internet während des Dienstes abgerufen und war danach umgehend entlassen worden.

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