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Förderprogramm Google hilft Gründerin, die Covid-19-Schnelltest entwickeln will

Die Pharmazeutin Nina Patrick ist Teilnehmerin der dritten Runde des Frauen-Förderprogramms. Nur 15 Prozent der deutschen Gründer sind Frauen.
01.04.2020 - 17:11 Uhr Kommentieren
Der Techkonzern unterstützt in Deutschland vor allem Gründerinnen beim Aufbau ihrer Unternehmen mit Expertise und Kontakten. Quelle: dpa
Google

Der Techkonzern unterstützt in Deutschland vor allem Gründerinnen beim Aufbau ihrer Unternehmen mit Expertise und Kontakten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Bis zum Ausbruch von Corona hat sich Nina Patrick auf verdorbene Lebensmittel spezialisiert: Ihr Berliner Start-up MiProbes entwickelt Schnelltests, mit denen jeder schnell herausfinden können soll, ob etwa die Eier im Kühlschrank bereits von Salmonellen befallen sind. „Wir haben eine technologische Plattform geschaffen, um schnell Biosensoren für gefährliche Krankheitserreger zu finden“, sagt die Pharmazeutin.

Seit ein paar Wochen gilt jedoch auch für sie: Das Coronavirus verändert alles. Zusammen mit ihrem Mitgründer, dem Molekularbiologen Max Mundt, versucht sie den Schnelltest auf Covid-19-Patienten anzupassen. Binnen einer Stunde, so die Idee, könnte ihre biologische Tinte anzeigen, ob jemand sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat. Ob das funktioniert, ist noch völlig ungewiss. Fest steht aber nun: Die Gründerin bekommt dabei Hilfe von Google.

Das Tech-Unternehmen hat zum dritten Mal Frauen in sein Förderprogramm aufgenommen. „Wir wollen mehr Frauen dabei unterstützen, in der Start-up-Welt voranzukommen“, sagt die Programmleiterin Mayra Frank. Noch immer sei es für Frauen zum Beispiel schwieriger, Kontakte zu potentiellen Investoren zu knüpfen.

Das Unternehmen fördere den Start-up-Sektor insgesamt, in Deutschland aber Gründerinnen im Speziellen, „weil wir hier ein eklatantes Missverhältnis von nur 15 Prozent Frauen haben“, sagt Frank. Das Tech-Unternehmen engagiert sich darüber hinaus mit verschiedenen anderen Programmen bei der Förderung von Start-up-Ökosystemen weltweit.

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    Auch andere Unternehmen wollen die eigene Innovationskraft durch die Zusammenarbeit mit Start-ups fördern. Doch in der Krise werden viele Programme auf den Prüfstand gestellt. Zu Googles Start-up-Netzwerk in Deutschland sollen etwa 3000 junge Firmen gehören.

    Gründen, um gekauft zu werden

    In seiner Geschichte soll der Google-Mutterkonzern Alphabet mehr als 200 Unternehmen übernommen haben. Viele Gründer richten ihr Unternehmen sogar darauf aus, ein attraktives Kaufobjekt für den Suchmaschinenriesen zu werden.

    Zu den deutschen Akquisitionen zählt unter anderem das Gutschein-Start-up Dailydeal. Das Unternehmen betont, dass das Förderprogramm für Frauen unabhängig von Übernahmeambitionen ist.

    Zusammen mit dem Bundesverband Deutsche Startups gibt Google den Female Founders Monitor heraus, der zeigt, wie unterrepräsentiert Frauen in der deutschen Gründungslandschaft sind. 70,4 Prozent der Gründerteams bestehen nur aus Männern, nur knapp zehn Prozent der Start-ups in Deutschland werden ausschließlich von Frauen geführt.

    Im dreimonatigen Förderprogramm von Google bekommen die Gründerinnen Mentoren und Mentorinnen und Fachleute für ihre speziellen Arbeitsgebiete an die Seite gestellt. Der Austausch und diverse Kurse sollen in diesem Jahr virtuell stattfinden.

    Dabei wird es auch um die speziellen Herausforderungen für Start-ups in der Coronakrise gehen. „Als Naturwissenschaftler fehlen uns vor allem betriebswirtschaftliche Kenntnisse“, sagt Nina Patrick, die sich dabei Unterstützung von dem Technologiekonzern erhofft.

    Im Google-Programm trifft sie außerdem auf Gründerinnen mit unterschiedlichen Spezialgebieten von Softwarelösungen für Bildung bis zu Versicherungstechnologie. „Bei der Auswahl achten wir auch darauf, dass sich die Gründerinnen gegenseitig mit ihrer Expertise unterstützen können“, sagt Mayra Frank. Außerdem achtet Google laut Frank bei der Auswahl auf die Unternehmensmission und die Erfolgs- und Wachstumschancen eines Start-ups.

    Die meisten Teilnehmerinnen des Female-Founders-Immersion-Programms haben in Berlin gegründet, wie Nina Patrick und auch Naja von Schmude. Sie entwickelt für Versicherer und Transportdienstleister mit Künstlicher Intelligenz Programme, mit denen Kameras Echtzeitdaten im Umfeld von Fahrzeugen erheben und verarbeiten können.

    Mehr: Wie Start-ups mit Künstlicher Intelligenz gegen die Coronakrise kämpfen.

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