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Frequenz-Versteigerung 5G-Auktion knackt die Marke von drei Milliarden Euro

Der Streit um die begehrten Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard ist erneut aufgeflammt. Das treibt die Gebote bei der Auktion in die Höhe.
Update: 04.04.2019 - 12:45 Uhr Kommentieren
Ein Mitarbeiter der Bundesnetzagentur wählte seine Garderobe thematisch aus. Quelle: Reuters
Motivkrawatte in Mainz

Ein Mitarbeiter der Bundesnetzagentur wählte seine Garderobe thematisch aus.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDie Versteigerung der Frequenzen für den Echtzeitmobilfunk 5G schien fast abgeschlossen. Doch am Donnerstagvormittag haben sich die beteiligten Firmen erneut ein Bietergefecht geliefert und die Gebote auf insgesamt mehr als drei Milliarden Euro hochgeschraubt. Auf diese Summe beliefen sich nach der 127. Bieterrunde die Gebote der etablierten Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Herausforderer United Internet.

Besonders aufschlussreich ist eine zweite Zahl: Rund 287 Millionen Euro beträgt die Summe der zurückgegebenen Höchstgebote. Sie signalisiert, dass die Auktion nun doch wieder weit von einer Einigung entfernt ist. Denn im Laufe des Verfahrens zogen Firmen ihre Höchstgebote zurück – vermutlich, um andere Spieler unter Druck zu setzen. Der weitere Verlauf der Auktion ist damit derzeit nicht weiter vorhersehbar.

Das zeigt sich schon im weiteren Verlauf. In Runde 128 kletterten die Gebote auf mehr als 3,1 Milliarden Euro. Dafür legen die Firmen bei den zunächst zurückgenommenen Höchstgeboten wieder nach. Geht der Schlagabtausch weiter, dürften die Erlöse der Auktion immer weiter steigen.

Bereits zuvor hatten Professor Vitali Gretschko vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und der Spieltheoretiker Stephan Knapek von der Beratungsgesellschaft TWS in einer gemeinsamen Analyse gewarnt, es zeichne sich ab, dass es zu einem neuen Bietergefecht komme.

„Jetzt geht es für die Bieter darum, das Feuer wieder zu löschen“, hatten Gretschko und Knapek geurteilt. Doch das ist offenbar nicht gelungen.

5G-Auktion knackt die Marke von drei Milliarden Euro Quelle: dpa
5G-Logo auf der Hannover Messe

Die deutsche Industrie setzt auf den neuen Mobilfunkstandard.

(Foto: dpa)

Nun dürfte die Auktion kein finanzieller Flopp mehr werden für den Staat, der die Einnahmen in die Digitalisierung stecken will. Experten waren vor Auktionsstart von einem Einnahmenkorridor zwischen drei und fünf Milliarden Euro ausgegangen.

Im Jahr 2015 hatten die Unternehmen in 181 Runden insgesamt fünf Milliarden Euro für neue Mobilfunkfrequenzen bezahlt, 2010 waren es 4,4 Milliarden Euro in 224 Runden. Die mit Abstand teuerste Auktion war die Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000. Damals bezahlten die Firmen in einem drei Wochen dauernden Bieterverfahren am Ende 50,8 Milliarden Euro.

Diesmal gelten die Ausbauauflagen aber als besonders streng und anspruchsvoll für die Netzbetreiber. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte sowie Autobahnen und andere Strecken mit schnellem mobilen Internet versorgt werden. 5G steht für 5. Mobilfunkgeneration, der Standard ist für die Industrie wichtig.
Mit Agenturmaterial

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