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Frequenzvergabe Höchstgebote bei 5G-Auktion übersteigen sechs Milliarden Euro

Schon rund zehn Wochen dauert der Bieterkampf um die Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard. Die Firmen stimmen ihre Anleger auf schwierige Zeiten ein.
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Seit rund 200 Runden kämpfen die Unternehmen im Wesentlichen um einen Block. Quelle: dpa
5G-Mobilfunkauktion

Seit rund 200 Runden kämpfen die Unternehmen im Wesentlichen um einen Block.

(Foto: dpa)

DüsseldorfBei der Frequenzauktion für den neuen Mobilfunkstandard 5G ist die Summe der Höchstgebote für die 41 Frequenzblöcke am Donnerstag auf sechs Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervor. In dem Bieterverfahren in Mainz treten die etablierten Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Herausforderer United Internet an.

Die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in Deutschland dauert damit so lange wie noch nie: Das Verfahren hat bereits am 19. März begonnen – es endet erst, wenn keine Firma mehr Gebote abgibt. Bislang sind 405 Runden absolviert. Zuletzt stritten die Unternehmen meist nur um einzelne Blöcke, trotzdem kam es zu keinem Abschluss.

Schon jetzt wird die Auktion teurer als die vergangenen beiden Runden der Frequenzvergabe in Deutschland. 2010 hatten die Mobilfunker insgesamt 4,4 Milliarden Euro in 224 Runden für die Frequenzen bezahlt, 2015 waren es rund fünf Milliarden Euro in 181 Runden. Im Jahr 2000, bei der Versteigerung der UMTS-Frequenzen, entrichteten die Firmen allerdings sogar 50,8 Milliarden Euro.

Schon vor dem Ende des Bieterverfahrens konnten United Internet sowie die Tochtergesellschaft 1&1 Drillisch die Aktionäre davon überzeugen, einer drastischen Dividendenkürzung zuzustimmen. Für das Geschäftsjahr 2018 wird lediglich das gesetzliche Minimum von fünf Cent je Aktie ausgeschüttet, wie die Unternehmen auf ihren Hauptversammlungen durchsetzten.

Die Senkung sei wichtig, um den nötigen finanziellen Spielraum für den Netzausbau zu haben, argumentierte United-Internet-Gründer Ralph Dommermuth am Donnerstag bei der Hauptversammlung in Frankfurt. Das auf die United Internet AG entfallende Konzernergebnis, also die für die Aktionäre wichtige Gewinngröße, wurde mit 189 Millionen Euro ausgewiesen.

Die neue Höchstmarke sorgt unter den Telekommunikationsanbietern für Kritik. Für die bisher gebotenen sechs Milliarden Euro hätten sich 60.000 Mobilfunkmasten errichten lassen, klagte Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas vor Journalisten in München. „Deutschland wird sicherlich nicht das beste 5G-Netz haben“, erklärte Haas. Ohne die teure Versteigerung würde 5G zudem schneller kommen.

Telefónica Deutschland hatte am Dienstag die Zahlung einer Dividende von 27 Cent je Aktie beschlossen. Das entspricht einer Auszahlung von 803 Millionen Euro für das Geschäftsjahr. Und das, obwohl das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018 einen Verlust von 230 Millionen Euro bekanntgegeben hatte.

Die Einnahmen durch die Mobilfunkauktion will die Bundesregierung in einen Fonds investieren, mit dem der Netzausbau in Deutschland finanziert werden soll. Mit bis zu zwölf Milliarden Euro soll Breitbandinternet in der Bundesrepublik gefördert werden. Das Geld aus der Auktion werde dem Markt nicht entzogen, sondern wieder zurückgegeben, hatte die Bundesnetzagentur argumentiert.

Mehr: Telefónica dürfte die Vorgaben der Bundesnetzagentur zum Netzausbau verfehlen. Der Staat sollte auch ungewohnte Maßnahmen in Betracht ziehen, kommentiert Handelsblatt-Autor Stephan Scheuer.

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