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Frontier Supercomputer mit AMD-Prozessoren soll ab 2021 der schnellste der Welt werden

Das Oak Ridge National Laboratory entwickelt in Kooperation mit Cray und AMD einen Supercomputer. 2021 soll es der schnellste der Welt werden.
  • Marc Sauter
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Im neuen Supercomputer sollen Prozessoren und Grafikkarten des Intel-Konkurrenten AMD verbaut werden. Quelle: ORNL
Frontier

Im neuen Supercomputer sollen Prozessoren und Grafikkarten des Intel-Konkurrenten AMD verbaut werden.

Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem Supercomputer mit Intel- und Nvidia-Hardware die Top 500 dieser Welt dominiert haben, soll ab 2021 ein AMD-basiertes System das schnellste der Welt werden: der Frontier des Oak Ridge National Laboratory (ORNL) im US-Bundesstaat Tennessee, finanziert vom US-amerikanischen Energieministerium (Department of Energy, DoE). Das Projekt kostet rund 600 Millionen US-Dollar.

Das System setzt auf Prozessoren und Grafikkarten von AMD, gebaut wird es vom Supercomputer-Spezialisten Cray. Die Betreiber wollen eine Rechenleistung von über 1,5 Exaflops erreichen – das entspricht mehr als einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunde und ist deutlich mehr, als für den ersten Exaflop-Computer der Welt namens Aurora angepeilt ist.

Der basiert auf Xeon-SP- und Xe-Chips von Intel, wohingegen der El Capitan aus IBMs Power-CPUs und Tesla-Beschleunigern von Nvidia besteht. Cray kombiniert für den Frontier die Epyc-CPUs mit Radeon Instincts, beides aber modifiziert und laut AMD nicht direkt basierend auf Rome/Milan oder Vega/Navi.

Rome ist der Codename für die zweite Epyc-Generation: AMD verwendet hier acht sogenannte Chiplets in 7 nm mit je acht Kernen, hinzu kommt ein I/O-Chip in 14 nm mit dem achtkanaligen DDR4-Speicherinterface und den PCIe-Gen4-Lanes. Milan ist der Rome-Nachfolger und wird die Zen-3- statt Zen-2-Architektur sowie 7+ nm verwenden. Die Radeon Instinct MI60 basieren auf dem Vega-20-Chip mit 4.096 Shader-Einheiten und sind mit 32 GByte sehr schnellem HBM-Speicher ausgestattet. Auf Vega folgt Navi, konkrete Details liegen hierzu bisher nicht vor.

Abseits der USA sind ebenfalls Exascale-Systeme geplant: In China entsteht der Tianhe-3 womöglich mit den selbst entwickelten Matrix-3000-Beschleunigern und in Japan der Post-K mit von Fujitsu entworfenen A64FX-Chips auf ARM-Basis.

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