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Führungswechsel bei Alphabet Warum der Rückzug der Google-Gründer nicht überraschend kommt

Larry Page und Sergey Brin ziehen sich aus der Führung des Google-Mutterkonzerns zurück. Präsent waren sie dort ohnehin schon lange nicht mehr.
04.12.2019 - 12:32 Uhr 1 Kommentar
Seine Interessen haben sich verschoben. Quelle: AFP
Google-Co-Gründer Larry Page

Seine Interessen haben sich verschoben.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Für Investoren waren Larry Page und Sergey Brin seit einiger Zeit keine Größe mehr. Obwohl sie den Google-Mutterkonzern Alphabet führten, waren sie nie bei den Telefonkonferenzen zu den Quartalsberichten anwesend. Die Ergebnisse der Dachgesellschaft von Google präsentierte seit deren Gründung 2015 immer Google-Chef Sundar Pichaider jetzt die Führung von Alphabet übernimmt.

Page und Brin glänzten mit Abwesenheit. Selbst auf der letzten Hauptversammlung von Alphabet im Juni 2019 war Page nicht zugegen, obwohl er Vorstandschef ist. Nicht das erste Mal, wie sich Aktionäre und Mitarbeiter vor Ort beschwerten. Page sei es nicht möglich gewesen zu kommen, antwortete Chefjustiziar Kent Walker auf ihre Klagen, habe aber an allen Sitzungen des Verwaltungsrats teilgenommen. Anwesend war: Sundar Pichai.

Die Google-Gründer verteidigten auch vor gut einem Jahr nicht das Unternehmen vor dem US-Kongress, als Republikaner den die Tech-Titanen aus dem Silicon Valley der Voreingenommenheit und Zensur beschuldigten. Den Eidesschwur vor dem Rechtsausschuss des Repräsentantenhauses hielt stattdessen Sundar Pichai.

Interviews gaben die Google-Gründer ebenfalls nicht. Sie sind wie von der Bildfläche verschwunden, auch intern. Jede Woche hält Google für alle Mitarbeiter ein Treffen ab, um über neue Entwicklungen zu sprechen oder Probleme zu diskutieren. Dort tauchten sie seit einem Jahr so gut wie nicht mehr auf.

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    Pages letzter Auftritt war dort laut „New York Times“, als er sich für die generöse Ablösesumme für Andy Rubin entschuldigte. Der frühere Google-Topmanager hatte 90 Millionen Dollar erhalten, obwohl Vorwürfe sexueller Belästigung am Arbeitsplatz als stichhaltig galten.

    Die Interessen von Page und Brin liegen woanders. Sie kümmern sich um die sogenannten „Mondflug-Projekte“: Vorhaben, die schwer bis unmöglich in die Praxis umzusetzen sind, dafür aber im Falle eines Erfolgs von großer Bedeutung wären. Dafür gründete Google das Labor X, dort war Brin regelmäßig anzutreffen. Beispielsweise versucht man dort, mit Google Brain die Arbeitsweise von Neuronenverbindungen im Gehirn nachzuahmen.

    Page verbrachte seine Zeit mit persönlichen Projekten wie „Kitty Hawk“; Ziel war die Herstellung eines fliegenden Autos. Bislang mit wenig Erfolg, wie sich herausstellte. Das Projekt kämpft mit zahlreichen technischen Problemen, laut „Forbes“ musste Kunden Geld zurückerstattet werden, die zuvor Anzahlungen auf den batteriebetriebenen „Flyer“ getätigt hatten. Es soll zu einem Batteriebrand gekommen sein. Das Start-up wurde jetzt unter Führung von Boeing umorganisiert und in „Wisk Aero“ umbenannt.

    Auch wenn Page und Brin sich zurückziehen, werden sie weiter großen Einfluss auf Google und Alphabet nehmen. Ihnen gehören aufgrund von Sonderaktien 51 Prozent der Stimmrechte. In ihrem Abschiedsbrief verglichen sie das Unternehmen mit einem „jungen Erwachsenen im Alter von 21 Jahren“. Es sei an der Zeit, ihn in die Freiheit zu entlassen. „Es ist an der Zeit, die Rolle der stolzen Eltern einzunehmen – Ratschläge und Liebe anzubieten, aber nicht tägliche Nörgelei.“

    Mehr: Führungswechsel bei der Google-Mutter Alphabet: Die Gründer gehen und Shootingstar Sundar Pichai soll jetzt die Aufholjagd auf Apple und Microsoft forcieren.

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    1 Kommentar zu "Führungswechsel bei Alphabet: Warum der Rückzug der Google-Gründer nicht überraschend kommt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich habs immer gewusst, dass Sie es schon vorher wussten und nicht nur hinterher erklären!

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