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Fusion mit Sprint Brief an Telekom-Chef: Mitarbeiter von T-Mobile US fürchten Jobverlust

Die Angestellten haben Sorgen wegen der Fusion mit dem Rivalen Sprint. Sie fordern vom Telekom-CEO Höttges eine Job- und Gehaltsgarantie.
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Telekom: Mitarbeiter von T-Mobile US fürchten Jobverlust Quelle: dpa
Telekom-Chef Höttges

Durch den Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint entsteht ein neuer Mobilfunkriese in den USA.

(Foto: dpa)

New York Die Mitarbeiter der Telekom-Tochter fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen durch den Zusammenschluss mit der Mobilfunkfirma Sprint. Sie wandten sich in einem Brief an Telekom-Chef Timotheus Höttges.

Darin baten sie um die Zusicherung, dass ihre Jobs und Gehälter sicher sind. Bei der Telekom, die 63 Prozent an T-Mobile US hält, war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Der Brief wurde bei einem Treffen mit Gewerkschaftsmitgliedern am späten Dienstag in Seattle an ein Vorstandsmitglied überreicht, das diesen an Höttges weiter geben sollte.

Die Gewerkschaft T-Mobile United, die den Brief geschrieben hat, geht davon aus, dass mit der Fusion 30 000 Jobs gefährdet sind und dass dadurch die Gehälter in der Mobilfunk-Branche sinken werden. T-Mobile hatte bisher gegenüber Politikern und Aufsichtsbehörden stets betont, dass die Fusion nicht Jobs vernichten, sondern neue Jobs schaffen wird.

Auch auf der Internetseite liest man weiterhin: „Es wird mehr Jobs geben, als wenn die zwei Unternehmen getrennt blieben. Die neue T-Mobile wird ein Job-Kreator werden“. Es seien 40 Milliarden Dollar Investitionen über drei Jahre geplant. „Ein riesiger Anteil dieser Investitionen geht in Jobs“, heißt es dort. Die Fusion ginge vor allem um Jobs.

Durch den Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint entsteht ein Mobilfunkriese, der auf 130 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 76 Milliarden Dollar kommt. Damit würde er immer noch hinter AT&T und Verizon liegen, aber ein ernsthafterer Konkurrent werden.

Das US-Justizministerium hatte zuletzt grünes Licht für den 26 Milliarden Dollar schweren Deal gegeben, allerdings wird er von mehreren US-Bundesstaaten angefochten. Erst am Dienstag hat sich auch Illinois als 17. Bundesstaat der Klage gegen die Fusion angeschlossen. „Mit Illinois sind nun mehr als die Hälfte der US-Bürger durch die Staaten repräsentiert, die klagen, um die wettbewerbswidrige Mega-Fusion von T-Mobile und Sprint zu blockieren“, sagte die New Yorker General-Staatsanwältin Letitia James, die die Klage anführt.

Die Fusion bleibe „schlecht für Verbraucher, schlecht für Mitarbeiter und schlecht für Innovation“. Die Bundesstaaten fürchten, dass die Preise für Verbraucher steigen werden, wenn von den bisher vier amerikanischen Anbietern – AT&T, Verizon, T-Mobile und Sprint – nur noch drei übrig bleiben.

Es ist unklar, ob die Staaten wirklich die Ressourcen haben, gegen Sprint und T-Mobile zu klagen oder ob sie die Klagen nur als Druckmittel nutzen. In der Vergangenheit wurden solche Klagen gegen Fusionen auch manchmal genutzt, um für den eigenen Staat das meiste herauszuholen, was Arbeitsplätze und Niederlassungen angeht.

Mehr: Bei einer Telekom-Tochter in Brasilien ist nicht sauber gearbeitet worden. Ein Mitarbeiter deckte den Fall am Rande eines Gerichtsverfahrens auf.

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