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Gartner-Prognose Weltweite IT-Ausgaben trotzen der Krise

Die wirtschaftliche Krise in Europa und den USA macht sich auf dem IT-Markt bemerkbar. Trotzdem blicken Experten optimistischer in die Zukunft. Vor allem die Nachfrage nach Cloud-Dienstleistungen wächst.
09.07.2012 - 14:19 Uhr Kommentieren
Frau mit iPad auf der Cebit in Hannover. Der Trend zum Cloud Computing lässt die IT-Ausgaben steigen. Quelle: dpa

Frau mit iPad auf der Cebit in Hannover. Der Trend zum Cloud Computing lässt die IT-Ausgaben steigen.

(Foto: dpa)

Stamford/Berlin Trotz der weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheit entwickeln sich die IT-Ausgaben etwas besser als von Experten zunächst erwartet. Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat am Montag seine Prognose leicht nach oben korrigiert und erwartet ein Plus von 3 Prozent auf 3,63 Billionen US-Dollar. Im vergangenen Quartal war Gartner noch von 2,5 Prozent Wachstum ausgegangen. Vor allem die Ausgaben für Cloud-Dienstleistungen legen demnach zu. „Dieses Segment ist immer noch recht klein, aber es wächst rasant“, sagte Gartner-Analyst Richard Gordon der Nachrichtenagentur dpa.

Die Ausgaben für öffentliche Cloud-Dienstleistungen werden nach Gartner-Einschätzung von 91 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf 109 Milliarden Dollar im nächsten Jahr steigen. Bis 2016 dürften die Ausgaben auf 207 Milliarden Dollar klettern, so die Prognosen.

Am wichtigsten sind weiter Telekommunikationsdienstleistungen mit einem Volumen von knapp 1,7 Billionen Dollar; IT-Dienstleistungen machen 864 Milliarden Dollar aus. Die Hardware-Ausgaben beziffert Gartner auf 420 Milliarden Dollar, die für Unternehmens-Software auf 281 Milliarden Dollar. In Telekom-Ausstattung investieren Unternehmen und Privatkunden nach Gartner-Einschätzung 377 Milliarden Dollar, ein Plus von 10,8 Prozent.

Obwohl die Herausforderungen wie die Krise der Eurozone, eine schwache Erholung der US-Wirtschaft und eine Verlangsamung des Wachstums in China weiterhin bestehen, habe sich der Ausblick stabilisiert, sagte Gordon. Falls es in der Eurozone zu einer „katrastrophalen Entwicklung“ komme, würden sich aber kurzfristig negative Effekte zeigen.

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