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Google Millionen Login-Daten von Mail-Nutzern gestohlen

Immer wieder tauchen geklaute Login-Daten im Internet auf. Diesmal geht es um den Google-Dienst GMail. Einwahldaten von Nutzern wurden in Internet-Foren veröffentlicht. Rund 100.000 sind vom Datenklau betroffen.
11.09.2014 - 11:15 Uhr Kommentieren
Das Logo von Google Mail: Die Konten seien gesperrt worden und die Nutzer angewiesen, ihr Passwort zu ändern, schrieb der Internet-Konzern in einem Firmenblog am späten Mittwoch. Quelle: dpa

Das Logo von Google Mail: Die Konten seien gesperrt worden und die Nutzer angewiesen, ihr Passwort zu ändern, schrieb der Internet-Konzern in einem Firmenblog am späten Mittwoch.

(Foto: dpa)

Berlin Unbekannte haben massenhaft Einwahldaten von Google-Profilen im Internet veröffentlicht. Die Kombinationen aus E-Mail-Adresse und Passwort tauchten laut Medienberichten in russischen Internet-Foren auf. Dort seien fast fünf Millionen Datensätze veröffentlicht worden, hieß es. Google schränkte jedoch ein, weniger als zwei Prozent der veröffentlichten Kombinationen seien noch gültig gewesen. Das entspräche etwa 100.000 betroffenen Nutzern des Google-Dienstes GMail.

Die Konten seien gesperrt worden und die Nutzer angewiesen, ihr Passwort zu ändern, schrieb der Internet-Konzern in einem Firmenblog am späten Mittwoch. Woher die Daten stammen, blieb zunächst unklar. Google erklärte, die Systeme des Unternehmens seien nicht geknackt worden.

Immer wieder tauchen gestohlene Einwahldaten im Internet auf. Oftmals wird Nutzern ihre eigene Bequemlichkeit zum Verhängnis: Viele verwenden dieselbe Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort für mehrere Dienste. Wird ein Dienst gehackt oder gelangen die Daten an die Öffentlichkeit, sind gleich mehrere Online-Profile dieser Menschen verwundbar. Daher raten Experten, immer unterschiedliche Einwahldaten zu verwenden.

Das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut unterhält eine kostenlose Testseite, auf der Nutzer ihre Mail-Adresse mit geklauten Daten abgleichen können. Die aufgetauchten Google-Daten seien bereits eingepflegt worden, teilte das Institut mit. Die HPI-Datenbank unter https://sec.hpi.de umfasse fast 182 Millionen unterschiedliche Identitätsinformationen.

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