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Google+ Web feuert auf Google wegen Klarnamenzwang

Wer Google+ nutzen will, muss das mit seinem realen Namen tun oder riskiert die Sperrung seines Profils. Das bringt Google massive Kritik ein, zumal die Sperre nicht nur für Google+ gilt.
2 Kommentare
Wer sich mit Pseudonym in der Welt von Google+ bewegt, riskiert die Sperrung des eigenen Profils. Quelle: dpa

Wer sich mit Pseudonym in der Welt von Google+ bewegt, riskiert die Sperrung des eigenen Profils.

(Foto: dpa)

Berlin „Verwenden Sie den Namen, mit dem Sie normalerweise von Freunden, Familie und Kollegen angesprochen werden“, heißt es in den Community-Richtlinien von Google+. Laut Google geht es dabei um Spambekämpfung und darum, gefälschte Profile zu verhindern.

Google setzt diese Richtlinie auch um und hat schon diverse Accounts von Nutzern gesperrt, die unter Pseudonymen angelegt wurden – auch wenn diese unter ihrem Pseudonym im Netz bekannter sind als unter ihren realen Namen. Die Profilsperre betrifft auch andere Google-Produkte, die ein Google-Profil erfordern, darunter Buzz und +1.

Auch Google-Accounts von Unternehmen und Medien sperrt Google unter Verweis auf den Klarnamenzwang. Google hat angekündigt, zu einem späteren Zeitpunkt spezielle Business-Profile einzurichten.

Datenschützer raten zur Pseudonymen

Kritiker werfen Google vor, mit seinem Klarnamenzwang die Freiheit des Netzes zu untergraben, denn die Nutzung von Pseudonymen spiele dabei eine wichtige Rolle. Datenschützer raten dazu, im Netz unter Pseudonymen aufzutreten, damit nicht alle dort getätigten Aussagen der eigenen Person zugeordnet werden können. So mancher hat sich schon im Bewerbungsgespräch mit Äußerungen konfrontiert gesehen, die er vor Jahren als Jugendlicher gemacht hat.

Spitznamen nur als Ergänzung
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2 Kommentare zu "Google+: Web feuert auf Google wegen Klarnamenzwang"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Google setzt den Zwang zum Klarnamen auch gegen energischen Widerstand der technikbegeisterten Erstnutzer und dem damit verbundenen "Shitstorm" im Web durch, weil es sich um eine strategische Entscheidung handelt, in der sich bereits jetzt eine geplante Diversifizierung Googles in anderen, netzfernere Branchen ahnen lässt. Das Geschäftsmodell "Werbung in Websites", die zurzeit einzige Einnahmequelle Googles, geht dem Ende entgegen.

    http://www.tamagothi.de/2011/07/18/orwellness-for-all-reibach-for-google/

  • Hoffentlich bleibt Google standhaft. Es schadet nicht, wenn auch Jugendliche wieder lernen, zu dem, was sie tun und sagen auch mit ihrem Namen zu stehen. Pseudonyme werden im Web nun mal in hohem Maße dazu genutzt, Beleidigungen und sehr, sehr viel geistigen Müll zu verbreiten. Wenn wir das schützen, dann ist das eine Perversion des Datenschutzes und führt ihn ad absurdum!!
    M. Frey

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