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Hackerangriff Daten von 450.000 Yahoo-Nutzern veröffentlicht

Das Internetunternehmen Yahoo ist Opfer eines Hackerangriffs. Die Diebe stahlen und veröffentlichten die Daten von 450.000 Nutzern. Nach Einschätzung von IT-Experten sind nicht nur Yahoo-Nutzer betroffen.
12.07.2012 Update: 12.07.2012 - 23:35 Uhr Kommentieren
Der Diebstahl der Nutzerdaten sei als Weckruf für Yahoo gedacht, erklärte die Hackergruppe. Quelle: Reuters

Der Diebstahl der Nutzerdaten sei als Weckruf für Yahoo gedacht, erklärte die Hackergruppe.

(Foto: Reuters)

New York/Boston/London Der US-Internetkonzern Yahoo hat am Donnerstag den Diebstahl von rund 450.000 E-Mail-Adressen und Passwörtern bestätigt. Allerdings sei nur ein kleiner Teil der entwendeten Passwörter gültig, teilte das Unternehmen mit.

Zuvor hatte es bereits Berichte über einen mutmaßlichen Hackerangriff gegeben. Entwendet wurden zahlreiche E-Mails und Passwörter von Yahoos eigenem E-Mail-Service sowie von anderen Firmen, teilte der Internetkonzern mit. "Wir entschuldigen uns bei allen betroffenen Nutzern", hieß es in einer Stellungnahme.

Eine Hackergruppe namens D33D Company habe sich zu dem Hackerangriff bekannt, berichteten die Technologie-Nachrichtenwebseiten CNET, Ars Technica und Mashable. So hätten Daten, die auf der Internetseite der Gruppe veröffentlicht wurden, mehr als 453.000 persönliche Anmeldeinformationen einer unidentifizierten Yahoo-Subdomain aufgewiesen.

Nach Darstellung von D33Ds Company war die Datenbank nicht gut abgesichert, zudem sollen die Daten unverschlüsselt gewesen sein. „Wir hoffen, dass die Verantwortlichen das als Weckruf sehen, nicht als Bedrohung“, erklärten sie auf der Website.

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    Nach Einschätzung von IT-Experten sind auch Nutzer von Unternehmen wie Google, AOL sowie Microsoft betroffen. Dies gehe auch einem im Internet veröffentlichten Datensatz hervor, teilte das Sicherheitsunternehmen Rapid7 mit.

    "Das geht weit über Yahoo hinaus", sagte Marcus Carey von Rapid7. "Wir gehen davon aus, dass Zehntausende Nutzer anderer Dienstleistungen in eine schwierige Lage gebracht werden könnten."

    Yahoo erklärte, Hacker hätten eine Sicherheitslücke im Computersystem des Konzerns ausgenutzt. Yahoo sicherte zu, die Sicherheitslücke zu schließen und die Passwörter zu ändern. Welche anderen Unternehmen von dem Datendiebstahl betroffen waren, wollte der Konzern auf Anfrage nicht sagen. Google, AOL und Microsoft waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

    Für den angeschlagenen Internetkonzern reißen die negativen Nachrichten damit nicht ab. Die übermächtige Konkurrenz von Google, Apple und Facebook macht dem einstigen Internetpionier zu schaffen. In nur einem Jahr hat das Unternehmen aus dem Silicon Valley zwei Vorstandschefs verschlissen.

    In jüngster Zeit sind mehrere erfolgreiche Angriffe bekanntgeworden. Zuletzt waren die sozialen Netzwerke LinkedIn und eHarmony Ziele von Hackern. Im Dezember wurden Informationen der Analystengruppe Stratfor veröffentlicht. Darunter waren Daten, die dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Dan Quayle und Ex-Außenminister Henry Kissinger gehörten.

    • dpa
    • dapd
    • rtr
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