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Höhere Kapitalausschüttung Gesamtvolumen 1,5 Milliarden Euro: SAP will mehr Geld an Aktionäre auszahlen

Der Softwarekonzern reagiert auf den Druck von Investoren: Eine höhere Ausschüttung soll den Aktienkurs auf ein neues Rekordhoch treiben.
Update: 05.11.2019 - 09:37 Uhr Kommentieren
Für das kommenden Jahr plant der Software-Riese seinen Aktionenären mehr Geld auszuschütten: 1,5 Milliarden Euro. Quelle: Reuters
SAP-Hauptsitz in Walldorf

Für das kommenden Jahr plant der Software-Riese seinen Aktionenären mehr Geld auszuschütten: 1,5 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)

Waldorf SAP will deutlich mehr Geld an seine Aktionäre verteilen. Europas größter Softwarekonzern plant, im kommenden Jahr über Aktienrückkäufe oder Sonderdividenden 1,5 Milliarden Euro zusätzlich an die Anteilseigner zurückzugeben, wie das Dax-Schwergewicht am späten Montagabend in Walldorf mitteilte.

Über Zeitpunkt und Instrument werde das Management aufgrund des Marktumfeldes und der Unternehmensentwicklung entscheiden, hieß es in der Mitteilung. Über eine Sonderdividende müssten die Aktionäre auf der Hauptversammlung abstimmen. SAP hatte eine höhere Ausschüttung bereits in Aussicht gestellt, aber Details zu dem Programm offengelassen.

„Die erhöhte Kapitalausschüttung im nächsten Jahr unterstreicht die große Bedeutung, die die SAP einer angemessenen Rendite für unsere Aktionäre und einer disziplinierten Verwendung unserer finanziellen Mittel beimisst“, erklärten die neuen SAP-Chefs Jennifer Morgan und Christian Klein. Sie hatten die Führung des Dax-Unternehmens erst kürzlich nach dem überraschenden Abgang des langjährigen Konzernchefs Bill McDermott übernommen.

Das Vorhaben ist Teil des noch von Ex-Chef Bill McDermott im April angekündigten Plans, SAP in den kommenden Jahren über Margensteigerungen und höhere Ausschüttungen attraktiver für Aktionäre zu machen. Damit ging der Manager auf Forderungen von Investoren ein, namentlich dem aktivistischen Hedgefonds Elliott Management, der einen Anteil von schätzungsweise knapp einem Prozent am Softwarehersteller hält. In der kommenden Woche will das Unternehmen auf einem außerordentlichen Kapitalmarkttag einen Zwischenstand geben.

Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 150 Milliarden Euro ist SAP der wertvollste Konzern im Dax. Die Aktie notiert mit 120 Euro knapp unter dem Allzeithoch von 124 Euro. Zuletzt hat sich der deutsche Konzern auch besser entwickelt als amerikanische Softwarehersteller wie Adobe, Salesforce oder Workday.

Für 2018 hatte SAP 1,50 Euro je Aktie an Dividende gezahlt und damit rund 1,8 Milliarden Euro ausgeschüttet. Im Vorjahr belief sich die Summe auf 1,50 Milliarden, hinzu kam ein Aktienrückkauf im Umfang von 500 Millionen Euro. Seit einigen Jahren zahlt der Konzern mindestens 40 Prozent des Gewinns nach Steuern an die Aktionäre aus. Einige Investoren halten diese Quote allerdings für zu niedrig.

In den ersten neun Monaten 2019 hat SAP unter dem Strich mit 1,73 Milliarden Euro 28 Prozent weniger Gewinn gemacht als ein Jahr zuvor. Grund waren vor allem Kosten für den Personalumbau.

Mehr: Der Ex-Chef von SAP geht zu dem kleinen US-Cloudanbieter Service Now. Im Interview spricht Bill McDermott über seinen Abschied und den Reiz der neuen Aufgabe

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  • dpa
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