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Hygienemaßnahmen SAP verlängert Homeoffice-Regelung für Mitarbeiter bis Mitte 2021

90 Prozent aller SAP-Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus – diese Regelung wird nun verlängert. Das könnte sich auch auf Baupläne auswirken.
25.09.2020 - 13:27 Uhr Kommentieren
Bei SAP müssen Mitarbeiter bereits seit einigen Jahren nicht mehr jeden Tag ins Büro kommen. Quelle: dpa
Homeoffice

Bei SAP müssen Mitarbeiter bereits seit einigen Jahren nicht mehr jeden Tag ins Büro kommen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie arbeiten die meisten Mitarbeiter von SAP von zu Hause aus. Das wird mindestens bis Mitte 2021 so bleiben: Der Dax-Konzern hat am Donnerstag der Belegschaft in einer E-Mail mitgeteilt, dass er die aktuelle Regelung bis dahin verlängert – diese sieht das Homeoffice als Standard vor.

„Wir müssen mit der Pandemie leben“, sagte Cawa Younosi, Personalchef von SAP in Deutschland, dem Handelsblatt. „Wer ins Büro kommen will, kann das im erlaubten Maße tun, aber wir wollen kein Risiko für die Mitarbeiter eingehen.“ In den Gebäuden des Softwareherstellers gelten Hygienemaßnahmen. So ist das Tragen einer Maske Pflicht.

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Derzeit arbeiten mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter im Homeoffice, in Deutschland kommen höchstens 2000 der 22.000 Mitarbeiter täglich ins Büro. Weltweit beschäftigt der Softwarehersteller rund 100.000 Menschen.

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    Einschränkungen gelten auch für Dienstreisen: Wer einen Kunden besuchen will, braucht zum Beispiel eine schriftliche Genehmigung des direkten Vorgesetzten. Trips zu internen Zwecken sind nur erlaubt, wenn sie geschäftskritisch sind. Zudem sollen Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen virtuell stattfinden.

    Bei SAP müssen Mitarbeiter bereits seit einigen Jahren nicht mehr jeden Tag ins Büro kommen. Anfang 2018 formalisierten Unternehmen und Betriebsrat diese Regelung. Schon vor der Corona-Pandemie arbeiteten die SAPler durchschnittlich 2,5 Tage pro Woche von zu Hause aus – und zwar über alle Hierarchieebenen hinweg.

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    Daher war der allergrößte Teil der Belegschaft schon mit Dienst-Laptop und -Smartphone ausgestattet, als sich das Virus auf der ganzen Welt verbreitete. Der Softwarehersteller konnte daher kurzerhand einen Großteil seiner Mitarbeiter nach Hause schicken. Schreibtischstühle und Monitore durften sie mitnehmen.

    Stabile Produktivität, mehr Stress

    Große Probleme gab es nicht: Die Produktivität sei nicht gesunken, berichtet Younosi. Das gelte selbst in der Entwicklung, wo die Teams eng zusammenarbeiten, und im Vertrieb, wo es üblich ist, mit Kunden persönlich zu sprechen. „Corona hat das mobile Arbeiten dort verstärkt, wo es nicht so intensiv gelebt wurde.“ Allerdings ist in Unternehmenskreisen von einer Arbeitsverdichtung zu hören – etwa durch eng getaktete Videokonferenzen.

    Gerade in der Technologiebranche ist mobiles Arbeiten verbreitet: Google hat bereits angekündigt, dass die Mitarbeiter bis Mitte 2021 im Homeoffice bleiben dürfen, Twitter erlaubt einem Teil der Belegschaft, dauerhaft dem Büro fernzubleiben, Facebook-Chef Mark Zuckerberg hält es für denkbar, dass sich in den nächsten Jahren die Hälfte seiner Leute aus der Ferne zuschaltet.

    Mit dem Trend zum Homeoffice dürfte sich bei SAP die Nutzung der Gebäude verändern. Im Konzern führt man schon seit einiger Zeit die Diskussion, wie viel Fläche Mitarbeiter benötigen, wenn sie nur selten ins Büro kommen. Berater beispielsweise verbringen bereits viel Zeit bei ihren Kunden und teilen daher ihre Arbeitsplätze mit Kollegen. „Dieser Trend wird nach Corona weitergehen“, sagt Younosi.

    „Wenn ein paar Tausend Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, müssen wir die Strukturen ändern“, sagt der Personaler. An den Bauvorhaben in Berlin und München ändert sich nichts – diese seien bereits unter der Maßgabe geplant gewesen, dass die SAPler nicht regelmäßig ins Büro kommen, sagt Younosi. In der Zentrale in Walldorf und im nahe gelegenen St. Leon-Rot sind jedoch Änderungen denkbar.

    Dem Personalspezialisten schwebt vor, mehr Gemeinschaftsflächen einzurichten – für Projekte mit Kollegen oder Workshops mit Kunden, für gemeinsame Mittagessen oder Kaffeerunden. „Eines ist klar: Es gibt keine Gesetzmäßigkeit mehr, dass parallel zum Wachstum neue Flächen hermüssen“, sagt Younosi. Bis Anfang 2021 will der Manager Pläne ausarbeiten und diese dem Vorstand und Betriebsrat vorlegen.

    Mehr: Wie Christian Klein SAP verändert.

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