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Insider IT-Dienstleister Atos greift wohl nach US-Rivalen DXC

Atos ist wohl mit einem mehr als zehn Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebot an DXC herangetreten. DXC-Aktien schnellen vorbörslich in die Höhe.
07.01.2021 Update: 07.01.2021 - 17:47 Uhr Kommentieren
Das französische Unternehmen will wohl mit der Übernahme seine Präsenz auf dem amerikanischen Markt stärken und erhofft sich Synergien. Quelle: Reuters
Logo von Atos in Paris

Das französische Unternehmen will wohl mit der Übernahme seine Präsenz auf dem amerikanischen Markt stärken und erhofft sich Synergien.

(Foto: Reuters)

London Der französische IT-Dienstleister Atos greift nach dem US-Rivalen DXC Technology. Beide Unternehmen bestätigten am Donnerstag ein entsprechendes Angebot, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters darüber berichtet hatte. Zwei mit den Plänen vertraute Personen hatten gesagt, Atos sei mit einem mehr als zehn Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebot an DXC herangetreten.

Die Franzosen betonten, sie seien an einer „freundlichen Transaktion“ interessiert, DXC sprach von einem „unabgestimmten“, unverbindlichen Angebot, das man prüfen werde. Atos, deren größter Aktionär mit gut elf Prozent der Pensionsfonds von Siemens ist, will mit der Übernahme seine Präsenz auf dem amerikanischen Markt stärken und erhofft sich Synergien, wie die Insider sagten.

Atos versprach, bei der möglichen Übernahme „wirtschaftlich diszipliniert“ zu bleiben. Die Aktionäre reagierten gleichwohl skeptisch: Die Aktien brachen in Paris um fast 13 Prozent ein. DXC schossen in New York dagegen um mehr als acht Prozent nach oben. Das Unternehmen ist an der Börse knapp sieben Milliarden Dollar wert.

DXC war 2017 aus der Abspaltung des Firmenkunden-Geschäfts von Hewlett Packard Enterprise hervorgegangen, kämpft aber seither mit schwindenden Umsätzen und steigenden Schulden. „DXC ist zu klein, um in einer Welt mit niedrigen Margen allein zu bestehen“, sagte einer der Insider.

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    Im vergangenen Jahr sank der Umsatz auf 19,6 (2019: 20,75) Milliarden Dollar, während die Verschuldung auf 9,9 Milliarden Dollar wuchs. Erst am Mittwoch kündigte Vorstandschef Mike Salvino den Verkauf von Fixnetix - einem Dienstleister für den Wertpapierhandel - an Options Technology an. Das Medizintechnik-Geschäft hatte DXC für fünf Milliarden Dollar an den Finanzinvestor Veritas verkauft.

    Atos hat sich dagegen externes Wachstum auf die Fahnen geschrieben. Die größte Übernahme der Firmengeschichte war 2018 die Übernahme des US-Unternehmens Syntel für 3,4 Milliarden Dollar. Eine der Wurzeln von Atos ist die ehemalige IT-Sparte SIS von Siemens, die der Münchner Konzern 2011 an die Franzosen verkauft hatte. Siemens hat die IT-Partnerschaft mit Atos erst im September um fünf Jahre verlängert und zahlt in dieser Zeit insgesamt drei Milliarden Euro an Atos.

    Mehr: So will IT-Dienstleister Atos profitabler in Deutschland werden.

    • rtr
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